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Chirurgie 1. Februar 2011

Hidden laparoscopic access (HiLA) cholecystectomy – first results

GRUNDLAGEN: Die Einführung des NOTES-Konzepts führte zu zahlreichen neuen Verfahren der laparoskopischen oder endoskopischen Cholezystektomie, beispielsweise dem transvaginalen Vorgehen, der SILS/LESS-Technik oder dem transgastralen Vorgehen. Viele dieser Techniken erfordern zusätzliche Instrumente oder hochtrainierte endoskopische Chirurgen, oder sie sind in ihrer Anwendung auf Frauen limitiert. Die Cholezystektomie über verborgene Zugänge (HiLA) mittels umbilikale und suprapubische Trokare hinterlässt versteckte Narben. Wir begannen mit dieser Technik, um ihre Praktikabilität in der laparoskopischen Cholezystektomie zu klären. METHODIK: Die HiLA-Cholezystektomie beginnt mit einem umbilikalen Zugang. Nach zunächst diagnostischer Laparoskopie wird dann ein 10-mm-Trokar mittig suprapubisch platziert, dazu 1–2 5-mm-Trokare tief im rechten Unterbauch. Darüber wird die Cholezystektomie durchgeführt. Wir behandelten so 49 Patienten. Dabei galten hochakute Cholezystitis, massive Adipositas und abdominelle Verwachsungen als Ausschlusskriterium. ERGEBNISSE: Bei 49 Patienten (BMI 21 bis 42,8) wurde eine HiLA-Cholezystektomie durchgeführt und beendet. Eine Konversion war nicht erforderlich, bei 1/49 Patienten war ein zusätzlicher 10-mm-Trokar erforderlich. 46/49 Operationen wurden mit Standardinstrumentarium und -Optik durchgeführt. Die durchschnittliche Operationszeit betrug 53,3 Minuten. Wir sahen keine intraoperativen Komplikationen, postoperativ wurde 1 Hämatom sowie 1 Magengeschwür beobachtet. Im Vergleich zu unseren 2009 durchgeführten laparoskopischen Standard-Cholezystektomien (n = 129) oder jenen in der Qualitätssicherung Niedersachsen 2009 erfassten laparoskopische Cholezystektomien (n = 17013) fanden sich keine nennenswerten Unterschiede. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die HiLA-Cholezystektomie über Nabel- und suprapubische Zugänge ist ein technisch sicher durchführbares Verfahren, das versteckte, kaum sichtbare Narben hinterlässt. Es kann meist mit Standardinstrumentarium und -Optiken bei Patienten beiden Geschlechts durchgeführt werden.

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