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Chirurgie 1. Jänner 2011

Multidirektionale palmare, winkelstabile Plattenosteosynthese mit Spongiosschrauben bei distalen Radiusfrakturen – Evaluation dreier Schraubenkonfigurationen anhand eines extra-artikulären Frakturmodells

EINLEITUNG: Die palmare winkelstabile Plattenosteosynthese ist mittlerweile ein Standardverfahren für distale Speichenfrakturen. Obwohl eine Vielzahl von Plattensystemen verfügbar ist, gibt es wenig biomechanische Studien zu multidirektionalen Plattensystemen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, drei verschiedene Schraubenkonfigurationen anhand eines extra-artikulären distalen Speichenfrakturmodells zu vergleichen. MATERIAL UND METHODIK: An 18 Sawbone-Speichen wurde eine extra-artikuläre AO/OTA 23 A3-Fraktur simuliert (Sawbones, Schweden, Modell# 1027). Am Schaft wurden die Platten angebracht, wie vom Hersteller empfohlen. Drei Gruppen (n = 6) wurden definiert: In Gruppe 1 wurde nur eine distale Schraubenreihe besetzt. In Gruppe 2 wurden zwei distale Schraubenreihen parallel zueinander besetzt, in Gruppe 3 wurden ebenfalls zwei distale Schraubenreihen besetzt, die proximale Reihe jedoch in einem steileren Winkel (30°) zur distalen Reihe. Die Präparate wurden anschließend mit einer servo-hydraulischen Testmaschine axial im elastischen Bereich und last-kontrolliert mit 20 bis 200 N (40 N/s) belastet. Aufgezeichnet wurden die axiale Steifigkeit und der Versagensmodus. ERGEBNISSE: Hinsichtlich der axialen Steifigkeit fanden sich keine signifikanten Unterschiede. Bei jedem Präparat bestand der Versagensmodus in einem plastischen Verbiegen der palmaren Titan-Platte nach Verschluss der Osteotomie. DISKUSSION: Unter Berücksichtigung der Limitationen der Studie, kann die routinemäßige Verwendung von zwei Schraubenreihen parallel oder ansteigend anhand der vorliegenden Daten nicht empfohlen werden.

Patrick Weninger, Enrico Dall\\\'Ara, Herwig Drobetz, Wolfgang Nemec, Markus Figl, Heinz Redl, Harald Hertz, Philippe Zysset, Wiener klinische Wochenschrift 1/2/2011

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