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Chirurgie 1. Dezember 2010

Chirurgische Therapie des Kolonkarzinoms (konventionell offenes und laparoskopisches Vorgehen)

GRUNDLAGEN: Das Kolonkarzinom ist eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Hemisphäre mit ca. 639.000 krebsbezogenen Todesfällen pro Jahr weltweit. Die radikale chirurgische Tumorentfernung ist die entscheidende Behandlungsoption und stellt ein klassisches Betätigungsfeld des Allgemein- und Viszeralchirurgen dar.

METHODIK: Ziel der vorliegenden Arbeit war mit Hilfe einer Literatursuche in PubMed, DIMDI und EMBASE ergänzt durch eigene klinische Erfahrungen wichtige Arbeiten zur chirurgischen Therapie im Sinne einer aktuellen Übersichtsarbeit zusammenzufassen und dabei auch theoretische Grundlagen zu vermitteln.

ERGEBNISSE: Tumorsitz und entsprechende Lymphabflusswege, Respektierung von anatomisch-embryonalen Schichten und arterielle Perfusion an den Absetzungsrändern bestimmen das Resektionsausmaß. Eine an diesen Prinzipien orientierte optimale chirurgische Technik ermöglicht eine niedrige Lokalrezidivrate und wirkt sich positiv auf das Langzeitergebnis aus. Die laparoskopische Technik ist dabei der offenen Technik ebenbürtig. Auch in der Metastasenchirurgie ermöglicht die R0 Resektion ein Langzeitüberleben für ausgewählte Patienten. Durch multimodale Rehabilitation im Sinne eines perioperativen Fast Tack Managements lässt sich das chirurgische Trauma reduzieren und die Rekonvaleszenz beschleunigen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Resektabilität und chirurgische Technik sind entscheidend für das Überleben von Patienten mit lokalisiertem oder bereits metastasiertem Kolonkarzinom.

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