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Chirurgie 1. Oktober 2010

Intraoperative Radiotherapie (IORT) – eine alternative Behandlungsform für das funktionell nicht operable nicht kleinzellige Bronchuskarzinom (NSCLC)

GRUNDLAGEN: Lungenkrebs bleibt eine der häufigsten krebsassoziierten Todesursachen. Bei Limited Disease Non Small Cell Lung Cancer (NSCLC) ist die chirurgische Resektion Therapie der Wahl. Schlechter Allgemeinzustand und funktionelle oder anatomische Inoperabilität erfordern alternative Therapieformen.

METHODIK: Eine 1987 initiierte Studie, welche die intraoperative Radiationstherapie (IORT) kombiniert mit externer Bestrahlung (EBI) als therapeutische Alternative für Patienten untersucht, deren reduzierte Gesamtsituation eine Thorakotomie, jedoch keine Lobektomie erlaubt, umfasst bislang 52 Patienten – 14 weibliche (26,9 %), 38 männliche (73,07 %) zwischen 49 und 80 Jahren (Median: 65). Die IORT erfolgte jeweils via posterio-laterale Thorakotomie. 50 Patienten wurden 4 Wochen nach der IORT extern bestrahlt.

ERGEBNISSE: 50 Patienten beendeten die EBI, die statistische Überlebensrate betrug 71,2 %, 55,8 %, 34,6 %, die erkrankungsspezifische 76 %, 63,2 % und 49,5 % jeweils nach 12, 24 und 36 Monaten.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Kombination von IORT mit EBI ist eine effiziente, brauchbare und gut verträgliche Therapiemöglichkeit für Patienten mit NSCLC mit Untauglichkeit für eine Lungenresektion.

N. Neuboeck, J. Lindenmann, V. Matzi, G. Jakse, A. Oechs, S. Kapp, A. Maier, F.-M. Smolle-Jüttner, European Surgery 5/2010

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