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Foto: Medizinische Universität Innsbruck, Dr. Andreas Karguth (TETRA Gmbh)
Bei der Konstruktion von Robotern orientiert man sich an biologischen Vorbildern.
 
Chirurgie 12. Oktober 2010

Automatische Mitarbeiter

In Zukunft soll eine neue Roboter-Generation konkrete Assistenzdienste bei Operationen übernehmen.

An der Abteilung für Experimentelle Orthopädie an der MedUni Innsbruck wird derzeit an der Verbesserung von Service-Robotern gearbeitet. Diese stehen in direkter Interaktion mit Menschen, im Gegensatz zu Industrie-Robotern, die in einer vom Menschen abgeschotteten Umgebung arbeiten. Die direkte Interaktion besteht einerseits darin, dass der Arzt dem Roboter die gewünschte Bewegung oder Halteposition selbst „zeigen“ kann. Statt den Roboter umständlich programmieren zu müssen, schiebt man ihn einfach in die neue Position. Damit orientiert man sich an biologischen Vorbildern. Dieser bionische Ansatz ermöglicht neue Regelungsansätze zur Vereinfachung der Zusammenarbeit mit dem Menschen.

Nach der Experimentierphase sollen die Roboter als „dritte Hand“ am medizinischen Arbeitsplatz fungieren und beispielsweise passive Aufgaben wie das Aufhalten einer Wunde erfüllen. Somit bliebe der Öffnungsgrad konstant und wäre keinen Belastungsschwankungen unterworfen. Ein weiterer Anwendungsbereich sind „Hands-on“-Anwendungen, bei denen das OP-Instrument (Fräse oder Säge) am Roboter befestigt ist und nur im vorgegebenen Arbeitsbereich bewegt werden kann. Wann die Service-Computer eingesetzt werden können, ist noch nicht abschätzbar.

 

MedUni Innsbruck/PH, Ärzte Woche 41 /2010

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