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Chirurgie 1. Juni 2010

Die Belegzelle des Magens: diametrale Bedeutung für die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)

GRUNDLAGEN: Die Parietal-(Beleg-)zelle besitzt große Bedeutung für die Verdauung und bietet ein gutes Model für spezialisierte biologische Prozesse. METHODIK: Dies ist eine Übersicht zur Physiologie der Parietal-(Beleg-)zelle und ihre diametrale Bedeutung für die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD). ERGEBNISSE: Die verschiedenen Funktionszustände der Parietalzelle in Ruhe und Sekretion erklären komplexe biologische Prozesse (intrazelluläres Zellmembran Recycling) und die Expression der H,K-ATPase auf der Zelloberfläche. Dazu sind aufwendige Umformungen des Zellskeletts mit Vergrößerung der Zelloberfläche notwendig. Hierbei spielt das Zellskelett Protein Ezrin eine große Bedeutung. Die Protein/Glykoprotein-Struktur der H,K-ATPase scheint dafür zu sorgen, dass sich der Magen nicht selbst verdaut. Der Ösophagus (Plattenepithel) besitzt keine ausreichenden Mechanismen, sich gegen die Verdauung durch Magen und Duodenalsaft zu wehren. Interessanterweise führt Reflux (GERD) zu "magenartigen" Mukosatypen: oxyntocardia Mukosa (OCM) und intestinale Metaplasie mit Becherzellen. Während Letztere ein signifikantes malignes Entartungsrisiko (Adenokarzinom) besitzt, scheint dies bei OCM nicht vorzuliegen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Mechanismen, welche die Zylinderzellmetaplasie und Dysplasie des Ösophagus mediieren, besitzen Ähnlichkeit mit Veränderungen, welche zu atropher Gastritis und Metaplasie des Magens führen (Adenokarziomrisiko).

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