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Foto: KH der Barmherzigen Brüder, Salzburg
Nach dem SILS-Eingriff sind keine sichtbaren Narben vorhanden.
 
Chirurgie 1. Juni 2010

Narbenfreie Operationen

SILS & Co.: Österreichische Spitäler sind wegweisend.

Nach dem Erfolg der Schlüssellochchirurgie wurden in den letzten Jahren noch gewebeschonendere Techniken entwickelt.

 

Bei der SILS-Methode (Single Incision Laparoscopic Surgery) erfolgt der gesamte Eingriff nur noch über einen später nicht mehr erkennbaren Schnitt im Nabel. Eine Vielzahl von Operationen lässt sich bereits so durchführen. Geringere postoperative Schmerzen, kürzerer Krankenhausaufenthalt, raschere Rehabilitation und ein deutlich besseres kosmetisches Ergebnis sind entscheidende Vorteile.

Wie am 51. Österreichischen Chirurgenkongresses präsentiert, nehmen österreichische Zentren eine Vorreiterrolle ein. Als führend gilt derzeit die Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg. Dort wird die SILS-Methode nicht nur bei Blinddarm-, Gallenblasen- und Leistenbruch-Operationen, sondern auch für Eingriffe am Dickdarm, für Resektionen an Leber und Bauchspeicheldrüse sowie für die Sanierung von Zwerchfellbrüchen erfolgreich eingesetzt. Nach über 600 Eingriffen ausschließlich über den Nabel sieht der Leiter der Chirurgie, Prim. Doz. Dr. Helmut Weiss, den Erfolg der Methode bestätigt. Narbenlose SILS-Eingriffe an Blinddarm und Galle werden seit zwei Jahren auch an neun weiteren Zentren in Österreich praktiziert. Auch im Krankenhaus Spittal an der Drau wurde mit der 3 mm-Laparoskopie ein innovativer Akzent gesetzt. Dabei wird mit feinen Instrumenten gearbeitet, die nur 3 mm Durchmesser aufweisen. Aufgrund des großen Interesses werden bereits Ärzte aus anderen Bundesländern in der 3mm-Technik geschult.

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