zur Navigation zum Inhalt
 
Chirurgie 1. Jänner 2010

PART 1 – Eine klinische Studie zur p53 adaptierten präoperativen Strahlentherapie beim Rektumkarzinom Stadium T2 und T3

GRUNDLAGEN: Die Wirkung der Strahlentherapie beruht auf DNA-Schädigung, wobei das p53 Gen eine wichtige Rolle bei der Induktion des Zelltodes spielt. p53 ist in Tumoren häufig inaktiviert, was eine DNA-Schaden-Induzierte Apoptose verhindert.

METHODIK: In der vorliegenden Arbeit werden Aspekte zur Durchführung einer prädiktiven Markerstudie erörtert. Diese Studie ist zur klinischen Umsetzung einer auf p53 als prädiktivem Marker basierenden, individualisierten Krebstherapie erforderlich.

ERGEBNISSE: PART 1 ist eine akademische, prospektiv randomisierte klinische Studie, welche sich erstmals mit markeradaptierter Strahlentherapie befasst. Patienten mit Rektumkarzinom Stadium T2/T3, welche für eine präoperative Strahlentherapie geeignet sind, werden in die Studie eingebracht. Das Studiendesign erlaubt die Untersuchung, ob der p53-Genotyp ein valider Marker zur Therapiewahl ist. Eine verlängerte Wartezeit zwischen Bestrahlung und Operation soll die Strahlenwirkung auf den Tumor sichtbar machen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Markerstudie ist ausgelegt um auf hohem Evidenzniveau (Level 1) zu zeigen, dass der p53 Genotyp und der Zeitpunkt der Operation prognostische Faktoren sind. Weiters soll der prädiktive Wert des p53 Genotyps als Selektionsmarker für Patienten zur Strahlentherapie evaluiert werden.

B. Wolf, I. Kührer, B. Akan, B. Teleky, S. Kappel, R. Schmid, F. Wrba, M. Mittlböck, D. Kandioler, European Surgery 1/2010

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben