zur Navigation zum Inhalt
 
Chirurgie 1. Jänner 2010

Gastrointestinale Rekonstruktionen bei 1200 Patienten mit Karzinomen am pharyngoösophagealen Übergang

GRUNDLAGEN: Karzinome am pharyngoösophagealen Übergang haben eine schlechte Prognose aufgrund der späten Symptommanifestation und Diagnose. Therapie der Wahl die Ösophagusresektion mit gastrointestinaler Rekonstruktion bei resektablen Tumoren. Ziel dieser retrospektiven Studie war die Evaluation der Rekonstruktionsmethoden und deren Einfluss auf die postoperative Letalität, postoperative Komplikationen und funktionelle Ergebnisse.

METHODIK: Von 114 evaluierten Publikationen zwischen 1956 und 2008, wurden 33 Arbeiten in den Review inkludiert. Die postoperative Spitalsletalität, nichtchirurgische und chirurgische Komplikationen wurden ausgewertet. Weiters wurde der funktionelle Erfolg beurteilt.

ERGEBNISSE: Von 1200 evaluierten Patienten erhielten 60,8 % einen Magenhochzug, 24,5 % erhielten ein Dünndarminterponat und 14,7 % ein Dickdarminterponat. Die gesamte Spitalsletalität betrug 10,7 %. Patienten mit Dünndarminterponat hatten die niedrigste Spitalsletalität und die wenigsten nichtchirurgischen Komplikationen. Die geringsten chirurgischen Komplikationen und die besten funktionellen Resultate erzielten Patienten mit Magenhochzug.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die segmentale Ösophagusresektion mit Dünndarminterponat kann empfohlen werden, wobei diese Operation erfahrenen Spezialisten vorbehalten bleiben soll, da erhöhte chirurgische Komplikationen ein Risiko darstellen.

P. Panhofer, B. Izay, K. Schwameis, S. F. Schoppmann, G. Prager, R. Jakesz, F. M. Riegler, J. Zacherl, European Surgery 1/2010

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben