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Chirurgie 2. Februar 2010

Gefährliches Gezwitscher

Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) warnte bei einer Pressekonferenz nachdrücklich vor dem Twittern aus dem Operationssaal.

Die DGCH hielt am Wochenende in Hamburg die 18. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung und Patientensicherheit (CAQS) ab. Vor allem in den USA informieren immer mehr Krankenhäuser die Angehörigen live über Microblogs. So hatten Chirurgen vom St. Luke’s Hospital (Iowa) 2009 einer Patientin die Gebärmutter entfernt und während des Eingriffs rund 300 Kurznachrichten verschickt, wie: „Lokale Betäubung an der Einstichstelle, jetzt wird der erste Stich angesetzt“. Die zeitnahe Information der Angehörigen sei zwar wichtig, so die DGCH, doch während des Eingriffs könne die Übertragung den reibungslosen Ablauf im OP stören. Außerdem: Sollten Komplikationen auftreten, würden sowohl eine Mitteilung als auch ein plötzlicher Informationsstopp die Angehörigen möglicherweise unnötig aufregen, anstatt das Gegenteil zu bewirken.

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