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Chirurgie 1. Dezember 2009

Chirurgische Therapie des Pankreascarcinoms – Standards und erweiterte Indikationen

GRUNDLAGEN: Das Pankreascarcinom – als vierthäufigste Ursache der krebssassoziierten Mortaliät in der westlichen Welt – stellt aufgrund seiner schlechten Prognose mit einem Langzeitüberleben von 1–5 % nach wie vor eine therapeutische Herausforderung dar. Bei ca. 10–20 % der Patienten ist eine potenziell kurative Resektion möglich, wodurch 5-Jahres Überlebensraten von 20–25 % erreicht werden können. Pankreasresektionen sind operativ aufwändige Eingriffe. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Pankreaschirurgie grundlegend gewandelt, sowohl im Hinblick auf technische Aspekte, als auch auf die perioperative Patientenbetreuung.

METHODIK: Der aktuelle Stand der Pankreaschirurgie wird mit Blick auf Standardeingriffe, als auch erweiterte Indikationen unter Einschluss der verfügbaren Literatur mit randomisierten Studien und Metaanalysen im Überblick dargestellt.

ERGEBNISSE: Standardresektionen beim Pankreascarcinom sind heute mit geringer chirurgischer Morbidität und Mortalitätsraten von unter 5 % in entsprechenden Zentren möglich. Darüber hinaus können auch erweiterte Eingriffe wie Gefäß-, Multiviszeral- und Rezidivresektionen sicher und mit gutem Outcome durchgeführt werden. Die postoperative adjuvante Therapie hat in den letzten Jahren einen großen Stellenwert in der Therapie des Pankreascarcinoms gewonnen, wodurch die Prognose deutlich verbessert wird.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die chirurgische Resektion stellt die Grundlage einer potenziell kurativen Therapie beim Pankreascarcinom dar und kann heutzutage in Zentren mit niedriger Morbidität und Mortalität durchgeführt werden. Die chirurgische Therapie muss hierbei in ein interdisziplinäres onkologisches Konzept eingebunden werden, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

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