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Chirurgie 1. Oktober 2009

Resektabilitätskriterien kolorektaler Lebermetastasen – eine österreichweite Umfrage und aktuelle Empfehlungen

GRUNDLAGEN: Resektabilitätskriterien werden sehr unterschiedlich definiert. Die aktuelle Frequenz von Leberresektionen in Österreich und lokale Unterschiede in den Therapiestrategien sollen ermittelt werden.

METHODIK: Ein Fragebogen wurde an alle Abteilungen für Chirurgie versandt.

ERGEBNISSE: 65 Abteilungen führen Leberoperationen durch; eine Anzahl von 615 Resektionen pro Jahr wurde errechnet. 11 % haben eine Frequenz von >30 Resektionen pro Jahr. Als limitierend für eine Resektion werden Metastasenanzahl (48 %), bilobäre Verteilung (37 %), Tumorgröße (25 %), synchrone Metastasierung (23 %), Gefäßinfiltration (66 %); extrahepatische Metastasierung (resektabel 18 %, nicht-resektabel 86 %) angegeben. Ein multidisziplinärer Entscheidungsprozess wird von allen angegeben. Die Behandlung von initial resektablen Lebermetastasen sowie des Primärtumors bei synchroner Metastasierung ist sehr unterschiedlich.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Resektabilität ist gegeben, wenn eine R0 Resektion möglich ist und 30 % nicht vorgeschädigtes Lebergewebe erhalten werden können. Metastasenanzahl, bilobäre Verteilung, Größe, synchrones Auftreten und resektable extrahepatische Metastasierung stellen keine Kontraindikationen dar. Ein verstärktes Bewusstsein gegenüber neuen Therapiekonzepten erscheint notwendig.

K. Kaczirek, D. Tamandl, M. Klinger, Th. Gruenberger, European Surgery 5/2009

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