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Chirurgie 1. Oktober 2009

Rektum Prolaps-Therapie

GRUNDLAGEN: Das Ziel der chirurgischen Therapie beim Rektalprolaps ist die Korrektur sowohl des Prolapses als auch der Stuhlinkontinenz. Dieses Ziel kann dadurch erreicht werden, 1. dass der gelockerte Darmabschnitt reseziert oder fixiert wird und/oder 2. dass das Rektum am Sakrum fixiert wird. Der Sinn der Rektumfixation liegt darin, das Rektum bis zur Entstehung ausreichender fixierender Vernarbungen zwischen Darmhinterwand und Sakrum in hochgehobener Position zu halten. Bisher wurden verschiedene Operationstechniken entwickelt, keine dieser Techniken erzielte jedoch den Konsensus das Verfahren der Wahl zu sein. Das Ziel dieser Review ist die Bewertung der aktuellen Literatur in Bezug auf die laparoskopischen Therapieoptionen beim Rektumprolaps.

METHODIK: In Abhängigkeit des Zugangs kann die chirurgische Therapie des Rektumprolapses auf zwei Arten erfolgen: perineal oder transabdominal. Jedes chirurgische Verfahren, welches mit einer ausgedehnten Mobilisation des Rektums einhergeht, scheint für die Therapie ausreichend zu sein und weist relativ geringe Rezidivraten auf.

ERGEBNISSE: Allgemein weisen die transabdominell geführten Eingriffe geringere Rezidivraten auf, sodass dieser Zugang von Einigen als Verfahren der Wahl der Vorzug gegeben wird. Die multizentrisch gesammelten Daten von 643 Patienten haben zwischen Naht- und Netzrektopexie keinen Unterschied in Bezug auf die Rezidivrate gezeigt.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Übersicht ist auf laparoskopisch durchgeführte Abdominaleingriffe gerichtet. Die Kontroversen bezüglich der Bedeutung, welcher Schritt bei transabdominellen Eingriffen für den Erfolg verantwortlich ist, konnten bisher nicht geklärt werden. Die Autoren teilen die in der Literatur ebenfalls vertretene Meinung, dass Rektopexie mit Nähten genauso ausreichend ist wie die Netzfixation. Eine gegenwärtig in Durchführung befindliche randomisiert kontrollierte Studie soll klären, ob eine zusätzlich zu Mobilisation des Rektums durchgeführte Rektopexie tatsächlich notwendig und zielführend ist.

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