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Chirurgie 1. August 2009

Liposarkom: Behandlung und Ergebnisse, eine retrospektive Analyse

GRUNDLAGEN: Grading, Histopathologie, Größe und Art der chirurgischen Resektion sind wichtige prognostische Faktoren im biologischen Verhalten von Liposarkomen.

METHODIK: In Hinblick auf Rezidiv, Metastasen und Überleben wurden 80 Patienten mit Liposarkom auf klinische und histologische Charakteristika nachuntersucht.

ERGEBNISSE: Die Fünf-Jahres-Rate ohne Ereignis (Metastasen, Rezidiv oder Tod durch die Erkrankung) war 82 %. Stärkster prognostischer Faktor war das Tumorgrading. Patienten mit Alter über 60 Jahren zum Zeitpunkt der Diagnose hatten eine schlechtere Prognose. Bei 13,1 % (95% CI von 2,9 % bis 22,2 %) der Patienten kam es innerhalb von fünf Jahren zu Metastasen. Die durchschnittliche Zeit zwischen Erstdiagnose und Auftreten von Metastasen war 27 Monate (0 bis 63 Monate). Lokalrezidive traten nur bei Patienten auf, bei denen die primäre Behandlung nicht in einem Tumorzentrum durchgeführt wurde und das chirurgische Vorgehen inadäquat war (fünf Patienten mit LS G II und einem Patienten mit LS G I).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Prognose von Liposarkomen ist gut, wenn das chirurgische Vorgehen adäquat ist und die Resektionsränder tumorfrei sind. Patienten mit suspektem Liposarkom sollten spezialisierten Sarkomzentren zugewiesen werden.

M. Glehr, A. Leithner, S. Scheipl, M. Zacherl, F. Quehenberger, W. Maurer-Ertl, G. Gruber, A. Beham, R. Windhager, European Surgery 4/2009

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