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Chirurgie 1. August 2009

Änderung der histologischen Diagnose von der Biopsie zum definitiven Operationspräparat bei Weichteiltumoren: Ursachen und Konsequenzen

HINTERGRUND: Aus verschiedenen Gründen sind primär histologische Fehldiagnosen für Weichteiltumoren. Aus diesem Grund haben wir eine Tumordatenbankanalyse durchgeführt, um die Anzahl der histologischen Diagnoseänderungen zu filtern und potentielle Ursachen für die primäre Fehldiagnose zu diskutieren.

METHODIK: Wir haben alle 663 Patienten mit der Diagnose einer Weichteiltumorentität aus unserer Tumordatenbank über einen Zeitraum von zehn Jahren (01.12.1998 bis 20.11.2008) herausgefiltert und alle Fälle mit einer Diagnoseänderung von der Biopsie zum Definitivpräparat selektiert.

ERGEBNISSE: Innerhalb der Patienten, die primär an einem Nichttumorzentrum behandelt wurden, musste die Primärdiagnose in 20,3 % (28/138) geändert werden. Daraus resultierte eine therapeutische Konsequenz in 8,0 % (11/138) der Fälle. An unserem Tumorzentrum musste die primär gestellte histologische Diagnose im Vergleich dazu nur in 5,5 % (29/525) revidiert werden. Eine therapeutische Konsequenz resultierte daraus in 3,0 % (16/525). In 4,2 % (15/358) war für die nicht korrekte histologische Diagnose ein sampling error verantwortlich.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die Bedeutung eines spezialisierten interdisziplinären Teams in der Behandlung von Weichteiltumoren, um eine korrekte primäre Diagnose und damit optimale Therapieplanung zu erreichen.

W. Maurer-Ertl, A. Leithner, S. Tauber, E. V. Fröhlich, G. Kuerzl, M. Glehr, M. Zacherl, B. Liegl, R. Windhager, European Surgery 4/2009

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