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Chirurgie 10. August 2009

Fehlen eines Eiweißes führt zu Nierenkrebs

Forscher der ETH Zürich haben einen Mechanismus entdeckt, der im Körper zu Nierenkrebs führt. Das Fehlen eines Eiweißes führt dazu, dass Fehler bei der Zellteilung nicht mehr ausgemerzt werden. Defekte Zellen beginnen darauf zu wuchern.

Laut den Forschern um Wilhelm Krek spielt das Hippel-Lindau-Protein (pVHL) eine zentrale Rolle bei der Entstehung des Nierenkrebses, wie die ETH Zürich mitteilte. Dieses Eiweiß hilft im Körper bei der Zellteilung. Ist es nicht vorhanden, teilen sich Zellen fehlerhaft.

So entstehen mit der Zeit Zellen, die eine falsche Anzahl Chromosomen enthalten. Wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Cell Biology" berichten, teilen sich diese fehlerhaften Zellen ohne pVHL stark, wuchern und bilden Zysten, die als Vorstadien von Tumoren gelten.

Wie Krek auf Anfrage sagte, spielt pVHL bei anderen Krebsarten keine so zentrale Rolle. Allerdings könnte der Ausfall der Fehlerbeseitigung bei der Zellteilung in der Krebsentstehung weit verbreitet sein. Denn dies führt erst dazu, dass defekte Zellen überhaupt überleben können.

apa.at

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