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Chirurgie 1. Juni 2009

Rezidivierende indirekte Skrotalhernie mit inkarzerierter Harnblasentamponade

GRUNDLAGEN: Skrotalhernien mit Harnblasenanteilen sind selten, noch seltener ihre Einklemmung. Rezidivhernien nach Lichtenstein-Operation treten häufigerer medial als lateral auf. METHODIK (Kasuistik): Wir berichten über einen 73-jährigen Mann, der mit einer indirekten inkarzerierten und rezidivierenden Skrotalhernie vier Jahre nach Lichtenstein-Herniotomie operiert wurde. Bruchinhalt war ein Großteil der Harnblase mit Blasentamponade. ERGEBNISSE: Die möglichen Gründe des erweiterten inneren Leistenrings werden diskutiert. Zusätzlich zu einem eventuell zu weiten "inneren Leistenring" nach primärer Lichtenstein-Operation könnte ein Harnblasen-Outlet-Syndrom z. B. als Folge einer Prostata-Hypertrophie durch erhöhten intraabdominellen Druck kontinuierlich am Netzspalt weiter reißen und so wesentlicher Faktor der Pathogenese einer indirekten Rezidivhernie sein. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Ein Netzriss durch erhöhten intraabdominellen Druck kann auch Jahre nach Lichtenstein-Operation zu einer indirekten Rezidivhernie beitragen.

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