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Augenheilkunde 1. April 2007

Myopie und Glaukom

Es stellt sich die Frage, ob ein erhöhtes Risiko besteht an einem Glaukom zu erkranken, wenn gleichzeitig eine Kurzsichtigkeit vorliegt. Es werden die damit in Zusammenhang stehenden unterschiedlichen Glaukomformen beschrieben. Das hochmyope Auge bei Achsenmyopie ist strukturell in Sinne eines Myopiesyndroms pathologisch verändert. Die myopen Veränderungen des Sehnervenkopfes machen eine Beurteilung betreffend einen Glaukomschaden oder dessen Progression besonders schwierig. Aufgrund der Zentrumsnähe sind die Gesichtsfeldausfälle sehschärfenbedrohend und reduzieren somit die Lebensqualität dieser meist jüngeren PatientInnen. Eine Dickenzunahme der Linse (grauer Star, Medikamente, Diabetes mellitus) sowie eine Verlagerung der Linse oder des Iris-Linsendiaphragmas nach vorne verursachen eine Brechungsmyopie und können zu einem Winkelblockglaukom führen. Das bei jüngeren PatientInnen mit geringer bis mittelgradiger Myopie verbundene Pigmentglaukom ist wegen der sehr hohen Augendruckwerte als Papillentöter gefürchtet. Nach operativen Eingriffen gegen die Myopie ist ebenso mit unterschiedlichen Glaukomformen (Steroidglaukom, Pupillarblock-Winkelblockglaukom) zu rechnen. Aufgrund eines bestehenden höheren Glaukomrisikos sollen PatientInnen besonders mit hoher Myopie regelmäßig einen Augenarzt konsultieren.

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