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© Oliver Weiken / dpa
Femtosekundenlaser, eine neue Methode für eine tiefe Anteriore Lamelläre Keratoplastik, auch Linzer „Hybrid Technik“ genannt
 
Augenheilkunde 18. Mai 2015

„Gewisse Entlastung“

Fortschritte in der Augenheilkunde.

Die minimal invasive Hornhauttransplantation hat nicht nur das Risiko der Operation verringert. Auch die Hornhautbanken werden, trotz der steigenden Zahl von Transplantationen, entlastet. Die Überprüfung einer Wirkstoffkombination gegen Offenwinkelglaukome brachte hingegen ein negatives Ergebnis.

Neue Operationstechniken haben in den vergangenen zehn Jahren die Chirurgie der Hornhaut revolutioniert, schreibt Prof. Dr. Siegfried Priglinger im neuen Spektrum der Augenheilkunde. Sowohl in der kurativen Behandlung der Hornhauterkrankungen als auch in der Hornhautchirurgie hätten „bahnbrechende Innovationen und exzellente Entwicklungen“ stattgefunden. Angeführt seien die minimal invasiven Operationstechniken, die sich anstelle der perforierenden Hornhauttransplantation durchgesetzt und die zudem die refraktive Chirurgie revolutioniert haben. Nicht nur das Risiko der Operationen sei reduziert worden, die neuen Entwicklungen in der Transplantation der Hornhaut hätten einen weiteren Vorteil. „Aufgrund der selektiven Transplantation von Teilen der Hornhaut können im besten Fall mit einem Spender zwei Patienten behandelt werden. Somit ergebe sich für die Hornhautbanken eine gewisse Entlastung“, obwohl die Zahl der Hornhauttransplantationen angestiegen sei.

Vorgestellt wird im Heft auch eine neue Hybridtechnik zur Transplantation des cornealen Stromas (tiefe lamelläre Keratoplastik). Femtosekundenlaser geführte Schnitte ermöglichen eine präzise, sichere Transplantation von Hornhautgewebe.

Bad News hingegen vom Grünen Star: Die feste Kombination der Wirkstoffe Tafluprost und Timolol (Handelsname Taptiqom), die seit Dezember 2014 für Erwachsene zugelassen, die an einem Offenwinkelglaukom erkrankt sind oder einen erhöhten Augeninnendruck (okuläre Hypertension) aufweisen, wurde vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) überprüft. Ergebnis: Diese Wirkstoffkombination biete gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie keinen Zusatznutzen. Die Studienergebnisse seien unsicher und verwertbare Daten zu wichtigen Endpunkten fehlen.

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