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Augenheilkunde 5. Mai 2015

Femtosekundenlaser assistierte tiefe Anteriore Lamelläre Keratoplastik (FALKe) – die Linzer „Hybrid Technik“

Hintergrund: Evaluierung der ersten klinischen Ergebnisse einer neuen Methode für eine tiefe anteriore lamelläre Hornhauttransplantation (FALKe).

Material und Methode: Diese neuartige Methode verbindet die Vorteile unterschiedlicher Techniken für eine tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik. Zuerst wird mit dem Femtosekundenlaser ein circulärer bzw. lamellärer Schnitt bis ca. 4/5 Stromatiefe durchgeführt. Mit Hilfe der von Dr. Melles entwickelten Technik wird kontrolliert bis unmittelbar vor die Descemet Membran (unter optischer Kontrolle) präpariert und schließlich mit einer Kanüle Luft ins posteriore Stroma insuffliert, um eine sogenannte „Big Bubble“ zu erreichen.

Resultate: Alle (Vor)-Behandlungen mit dem Femtosekundenlaser ließen sich komplikationslos durchführen. Eine erfolgreiche „Big Bubble“ konnte in 12 von 20 Fällen (60 %) erreicht werden. Da es in 2 Fällen trotz erfolgreicher „Big Bubble“ zu einer größeren Perforation kam, mussten insgesamt 10 Fälle in eine perforierende Keratoplastik konvertiert werden. Nach 6 Monaten postoperativ erreichten 74 % der Patienten einen best-korrigierten Brillenvisus von mindestens 0,5 oder höher. Einen best-korrigierten Brillenvisus von mindestens 0,8 oder mehr konnte bei insgesamt 47 % der Patienten erreicht werden. Und immerhin 13 % der Patienten erlangten eine best-korrigierte Sehschärfe von 1,0.

Schlussfolgerung: Unter Berücksichtigung der Lernkurve einer neuen OP-Technik sind die ersten Ergebnisse dieser neuen Methode (FALKe) sehr vielversprechend. Die bekannten Schwierigkeiten einer reproduzierbaren Technik einer tiefen anterioren lamellären Keratoplastik könnten damit deutlich reduziert werden.

Martin Dirisamer, Nikolaus Luft, Thomas C. Kreutzer, Siegfried Priglinger, Spektrum der Augenheilkunde 1/2015

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