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Augenheilkunde 5. Mai 2015

Descemet Membran Endothelkeratoplastik (DMEK) und/oder Phakoemulsifikation in phaken Augen mit Hornhautendotheldystrophie

Hintergrund: Phake Patienten mit gleichzeitiger Fuchs Endotheldystrophie (FED) stellen eine Herausforderung hinsichtlich der Entscheidung über Zeitpunkt und Reihenfolge einer Descemet Membran Endothelkeratoplastik (DMEK) und/oder Katarakt-Operation dar.

Material und Methode: Klinischer Erfahrungsbericht basierend auf mehr als 500 konsekutiven DMEK-Operationen, die in unserer Klinik durchgeführt wurden.

Resultate: Patienten mit signifikanter Katarakt profitieren primär von einer Katarakt-Operation im ersten Schritt und bei unzureichender Visusverbesserung infolge einer signifikanten Hornhautdekompensation von einer DMEK im zweiten Schritt. Bei Patienten mit inzipienter Katarakt ist eine Identifikation der Hauptursache der Sehverschlechterung (Hornhaut oder Linse) unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden und der objektiven Diagnostik hilfreich. Auf der anderen Seite profitieren insbesondere junge emmetrope Patienten mit signifikanter FED aber noch relativ klarer Linse von einer alleinigen DMEK, wobei das Risiko postoperativ eine signifikante Katarakt zu entwickeln, relativ gering ist.

Schlussfolgerung: Bei phaken Patienten ist, abhängig vom Ausmaßβ der Linsentrübung und der gleichzeitigen endothelialen Hornhautdystrophie individuell zu entscheiden, ob und in welcher Reihenfolge eine Katarakt-Operation und/oder DMEK zur signifikanten und zufriedenstellenden Visusbesserung am wahrscheinlichsten beitragen wird.

Ricarda Konder, Lamis Baydoun, Martin Dirisamer, Peter Ciechanowski, Silke Oellerich, Gerrit Melles, Spektrum der Augenheilkunde 1/2015

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