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Augenheilkunde 23. März 2015

AMD: Mit Nährstoffen verzögern

Gezielter Einsatz von Vitaminen und Zink für ausgewählte Fälle.

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann das Fortschreiten der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) in bestimmten Fällen verzögern.

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) ist allerdings vorsichtig hinsichtlich ihres Einsatzes und empfiehlt die Mittel nur in ausgewählten Stadien der Erkrankung. Zum Schutz vor AMD empfiehlt die DOG gesunde Ernährung und zur Früherkennung regelmäßige Kon-trolluntersuchungen beim Augenarzt.

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) betrifft knapp fünf Prozent der Bevölkerung und ist damit die häufigste Erblindungsursache in den Industrienationen. Bei der feuchten Form wachsen Blutgefäße unkontrolliert in den Bereich des schärfsten Sehens auf der Netzhaut des Auges ein und zerstören unbehandelt diesen „Fleck“. Bei der trockenen Spätform sterben Sehzellen direkt ab. Die altersbedingten Schäden beeinträchtigen das Sehen erheblich, viele Betroffene erblinden im späten Stadium nahezu vollständig.

Verlangsamtes Fortschreiten

Amerikanische Studien deuten darauf hin, dass eine Kombination aus den Vitaminen C und E, Beta-Carotin, Zink- und Kupferoxid das Fortschreiten einer AMD in bestimmten Stadien verlangsamen und die Sehkraft länger erhalten kann. „Dieser positive Effekt betrifft die Entwicklung hin zu einer feuchten Form der Erkrankung, wenn bestimmte Voraussetzungen bei den Makula-Erkrankungen erfüllt werden, die nur der Augenarzt feststellen kann“, stellt Prof. Frank Holz, DOG-Vorstandsmitglied fest. „Keineswegs ist die Einnahme für alle Stadien der AMD sinnvoll.“

Eine allgemeine Vorbeugung mit einer solchen Nährstoffkombination sei daher nicht zu empfehlen. Untersuchungen haben beispielsweise gezeigt, dass die zusätzliche Einnahme von Beta-Carotin bei Rauchern, auch ehemaligen, das Lungenkrebsrisiko erhöhen könne. Weitere sehr seltene, aber mögliche Nebenwirkungen sind Nierensteine, Magenbeschwerden und Hautverfärbungen. „Auch AMD-Patienten sollten ihren Arzt fragen, ob eine Behandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ist und sich genau an die vorgeschriebene Dosierung halten“, rät Holz.

Quelle: Presseinformation der DOG

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