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Augenheilkunde 13. Oktober 2014

Verlauf von Makulaschichtlöchern – Bewertung mit dem Cirrus und Stratus OCT

Hintergrund: Die Untersuchung vitreoretinaler Beziehungen und intraretinaler Veränderungen im Verlauf von Makulaschichtlöchern (LMH).

Material und Methoden: Cirrus und Stratus OCT Scans von 28 Augen wurden in regelmäßigen Intervallen gesehen und in einer durchschnittlichen Verlaufsuntersuchung von 13 Monaten begutachtet. Beobachtungsparameter waren epiretinale Membrane (ERM), hintere Glaskörperabhebung (PVD), vitreopapilläre Adhäsion (VPA), intraretinale Cysten (ICS), ein Bruch in der Innensegment- (IS)/Außensegment- (OS) Schicht und in der Membrana limitans externa (ELM), der weiteste Durchmesser und die zentrale Netzhautdicke (CRT), Fern- und Nahvisus (VA).

Resultate: 22 (79 %) Augen hatten eine ERM, 6 (21 %) eine PVD. 5 Augen mit ERM wurden wegen Metamorphopsien und Visusverschlechterung mit einer Pars plana Vitrektomie (PPV) behandelt. ICS wurden in 2 von 28 Augen gefunden, ein Bruch in der IS/OS Schicht und in der ELM war in 4 und 2 Augen zu sehen. VPA wurde in 10 Augen gefunden.

Schlussfolgerungen: Die technischen Vorteile des Cirrus OCT waren irrelevant für die Diagnose, es war dem Stratus OCT jedoch überlegen in der Unterscheidung von IS/OS, ELM und ICS. Eine begleitende ERM wurde in 79 % der Augen entdeckt. VPA wurde in 10 Patienten gesehen. Augen mit einer VPA zeigten eine Tendenz zu höherer Progression in der Breite der LMHs. LMHs entwickelten sich langsam mit stabilem Fernvisus, aber verschlechterten sich leicht im Nahvisus. Zukünftige prospektive Studien sind gefragt, um die Rolle der VPA im Verlauf von LMHs zu untersuchen und um Richtlinien zur chirurgischen Intervention bei Patienten mit klinisch relevanter Visusverschlechterung zu definieren.

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