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Augenheilkunde 13. Oktober 2014

Optimierung der uveoskleralen Abfluss bei den Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom und beständig gegen Latanoprost Augeninnendruck

Einleitung: Das Ziel unserer Forschung war das Studium der Rolle des Sehbelastungsniveaus in der Augeninnendrucksteigerung der Patienten, die die Analoga des Prostaglandins benutzen, und der Versuch, die Bedingungen für ihre Wirkung auf den Uveosklerabfluss zu optimieren.

Materialien und Methoden: In die Studie wurden 33 Patienten (40 Augen) mit der zum ersten Mal gestellten Diagnose des primären Offenwinkelglaukoms und mit dem zum Latanoprostum 0,005 % resistenten Augeninnendruck eingeschlossen. Diese Patienten wurden vorher untersucht, indem man die Sehkraft in die Ferne und in der Nähe, Refraktion, echten, toleranten und zweckgebundenen Augeninnendruck mit der Perimetrie und Ophthalmoskopie bestimmte. Die Probanden wurden in zwei Gruppen mit dem vergleichbaren Alter, Geschlecht und Refraktion geteilt. In jeder Gruppe wurden die Dicke des Strahlenkörpers mithilfe der Ultraschallbiomikroskopie, das Niveau der Nahsehbelastung und die verträgliche Nahkorrektion bestimmt.

Ergebnisse: Es wurde festgestellt, dass es in den beiden Gruppen in 85 % von Augen mit dem primären Offenwinkelglaukom eine mäßig hohe (3–6 h pro Tag) und hohe (mehr als 6 h pro Tag) Nahsehbelastung gab. Die maximale Dicke des Strahlenkörpers in den beiden Gruppen war wesentlich höher, als die von anderen Autoren festgestellten Angaben: 0,881 ± 0,039 mm in der 1. Gruppe und 0,889 ± 0,049 mm in der 2. Gruppe. Auch ließ sich eine gerade Abhängigkeit der Strahlenkörperdicke von dem echten Augeninnerdruck (r = 0,52) beobachten. Die Hyperkorrektion der Presbyopie wurde in der 1. Gruppe allmählich, mit dem Schritt 0,25 D verschrieben. Der Wert der zusätzlichen Korrektion betrug im Durchschnitt 0,5 ± 0,13 D. Die Größe der zusätzlichen Korrektion war dem Alter indirekt proportional (r = 0,79). Zur Bewertung der Hyperkorrektionseffizienz der Presbyopie in der Reduktion des Augeninnendnucks wurden Tonometrie, Sehschärfekontrolle, Perimetrie (Methode MD/Jahr), Ophthalmoskopie, Messung der Strahlenkörperdicke durchgeführt. In der 1. Gruppe war die Reduktion des Augeninnendrucks (17,3 ± 0,84 mmHg) statistisch bedeutsam (p < 0,01), ihr Wert war dem durchschnittlichen toleranten Augeninnendrucks (17,0 ± 0,67 mmHg) nah, aber höher, als zweckgebundener (14,3 ± 0,67 mmHg). Auch war in dieser Gruppe eine statistisch bedeutsame Reduktion der Dicke des Strahlenkörpers (p < 0,01), die mehr bei den Patienten mit der hohen Nahsehbelastung (r = 0,47) ausgeprägt war, zu beobachten. Die Glaukomprogredienz war laut der Perimetrie in der Gruppe mit der Hyperkorrektion der Presbyopie im Vergleich zu einfacher Korrektion viel geringer (p < 0,01).

Schlussfolgerungen: Die Hyperkorrektion der Presbyopie als Mittel der Regulation des Augeninnendrucks könnte eine Ergänzung zu der Antihypertensivtherapie für die Patienten mit der hohen Nahsehbelastung und dem primären Offenwinkelglaukom sein.

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