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Augenheilkunde 18. August 2014

Risikofaktorenanalyse bei Patienten/innen mit retinalen arteriellen Verschlüssen mit Fokus auf die Transösophageale Echokardiographie

Hintergrund: Retinale arterielle Verschlüsse (RAO) verursachen plötzliche Visusverschlechterungen und Gesichtsfeldveränderungen. Die Erstbeschreibung der RAO erfolgte duch Albrecht von Graefe im Jahr 1859, Hollenhorst konnte 1961 über gelbe Plaques in den retinalen Gefäßen berichten. Embolisches Material von den Herzklappen oder Carotisplaques wird allgemein als Ursache für die RAO postuliert. Die Transösophageale Echokardiographie (TEE) hat das Potential solche Thromben besser als die Transthorakale Echokardiographie (TTE) aufzuzeigen. Unabhängig davon werden Assoziationen der RAO mit Arteriosklerose diskutiert.

Methode: 117 Patienten/innen mit RAO, die eine TEE bei der Durchuntersuchung erhalten hatten, wurden in diese retrospektive Studie inkludiert.

Resultate: 4,3 % der Patienten/innen hatten Vegetationen auf den Herzklappen, 10 % ein persistierendes Foramen ovale, 54,7 % Herzklappeninsuffizienzen und 18,8 % Plaques im Aortenbogen. 88 % der Patienten/innen hatten zumindest einen arteriosklerotischen Risikofaktor, 68 % arterielle Hypertension, 59,8 % Hypercholesterinämie und 23.1 % Diabetes mellitus. 36.8 % der Patienten/innen hatten thromboseprophylaktische Therapie und 67,3 % Plaques der Carotis Interna.

Schlussfolgerung: Zusammenfassend hatten 40,2 % der Patienten/innen ein höheres Risiko für eine thromboembolische Komplikation, entsprechend der in der TEE festgestellten Pathologien.

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