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Augenheilkunde 30. Juni 2014

Fragen aus dem Publikum

Kann Metamizol für eine Anwendung länger als eine Woche empfohlen werden?

Likar: Von der Klinik her ja, wir verwenden es jahr- und jahrzehntelang bei z. B. Tumor- oder viszeralen Schmerzen und sehen keine Nebenwirkungshäufung bei längerer Anwendung.

Sollten Patienten über das Nebenwirkungsrisiko einer Agranulozytose aufgeklärt werden?

Likar: Postoperativ in der Kurzzeitanwendung ist keine Information notwendig, bei Langzeitanwendung schon. Wir machen die Patienten darauf aufmerksam, dass sie bei unerklärlichen Infektionen oder Fieberzuständen hellhörig werden sollten.

Besteht bei gleichzeitiger Anwendung von Chemotherapie und Metamizol ein erhöhtes Agranulozytose-Risiko?

Ilias: Dazu gibt es keine Daten. Da wir annehmen müssen, dass es sich um eine genetische Disposition handelt, dürfte es keine Risikoerhöhung geben.

Zu welchem Zeitpunkt ist mit dem Auftreten einer Agranulozytose zu rechnen?

Ilias: Unseren Erfahrungen zufolge scheinen in erster Linie eine kumulative Überdosis sowie die Anwendungsdauer eine Rolle zu spielen. Allerdings habe ich ein Auftreten von Agranulomatose nach monatelanger vorschriftsmäßiger Dosierung noch nie als eindeutig zuordenbar beobachtet.

Welche praktische Konsequenz hat die potenzielle Interaktion von ThromboASS mit Novalgin®?

Beubler: Aspirin sollte vorher genommen werden, am besten am Morgen. Nach dessen vollständiger Acetylierung, die etwa eine Viertelstunde dauert, kann problemlos das Schmerzmittel gegeben werden.

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