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Augenheilkunde 25. März 2014

Freies autologes Tarsokonjunktivaltransplantat zur Rekonstruktion der hinteren Lidlamelle nach exzisioneller Lidtumorchirurgie

Hintergrund: Große durchgreifende Liddefekte nach exzisioneller Tumorchirurgie erfordern sowohl die Rekonstruktion der vorderen als auch der hinteren Lidlamelle. Diese Substanzdefekte können durch Interponieren eines freien autologen Tarsustransplantats in Verbindung mit einem gestielten Hautlappen und anderen rekonstruktiven Verfahren versorgt werden. In der gegenständlichen Arbeit werden Indikation, Operationstechnik sowie die postoperativen Ergebnisse analysiert.

Patienten und Methode: Zwischen 2008 und 2013 wurden an der Universitätsaugenklinik Salzburg 15 Patienten nach Tumorexzision durch ein freies autologes Tarsustransplantat rehabilitiert. In der gegenständlichen Studie befinden sich ausschließlich Patienten mit einem Liddefekt von  > 10 mm in horizontaler Ausdehnung und Versorgung mittels freiem autologem Tarsustransplantat in Kombination mit anderen rekonstruktiven Verfahren.

Ergebnisse: Im gesamten Patientenkollektiv kam es weder zu einer Transplantatabstoßung noch zu einem Transplantatverlust. Die postoperative Lidstellung und das kosmetische Ergebnis waren in allen Fällen zufriedenstellend. 3 von 15 Patienten mussten sich nach sehr großer bzw. kompletter Lidresektion und Rekonstruktion einem Zweiteingriff unterziehen. Bei 2 weiteren Patienten musste ein kleiner Folgeeingriff zur Erzielung eines optimalen Ergebnisses durchgeführt werden.

Schlussfolgerungen: Das freie autologe Tarsustransplantat stellt eine sehr gute Möglichkeit zur Rekonstruktion der hinteren Lidlamelle in Verbindung mit anderen rekonstruktiven Verfahren bei sehr ausgedehnten Defekten dar.

Martin Emesz, Eva Maria Krall, Max Rasp, Fabian Mathias Bauer, Günther Grabner, Eva Maria Arlt, Spektrum der Augenheilkunde 1/2014

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