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Augenheilkunde 27. November 2013

Genetic analysis of uveal melanoma by array comparative genomic hybridization before and after radiotherapy

Hintergrund

Die genetische Untersuchung von Aderhautmelanomen ist eine zunehmend häufiger eingesetzte Methode, um das Risiko der Metastasenentwicklung bei PatientInnen mit Aderhautmelanomen einzuschätzen. Die Gewinnung einer Gewebeprobe zur Durchführung der Untersuchung ist jedoch manchmal schwierig und nicht in allen Fällen erfolgreich. Wir untersuchten die Durchführbarkeit und Genauigkeit der genetischen Untersuchung von Aderhautmelanomen mittels array comparative genomic hybridization (CGH) nach Strahlentherapie, an mittels Endoresektion oder nach Enukleation gewonnenem Tumormaterial.

Material und Methode

Fünfzehn Gewebeproben von strahlentherapeutisch behandelten Aderhautmelanomen wurden mittels array-CGH auf Veränderungen an den Chromosomen 3 und 8 untersucht (Monosomie 3, Trisomie 8q). Die Ergebnisse wurden mit den in fünf Fällen vorliegenden Resultaten der genetischen Untersuchung vor Bestrahlung verglichen.

Resultate

Die array CGH konnte in allen 15 Fällen nach Bestrahlung erfolgreich durchgeführt werden. Die Zeitspanne von der Bestrahlung bis zur genetischen Untersuchung lag zwischen 14 und 879 Tagen. Die Resultate der genetischen Untersuchung nach Bestrahlung unterschieden sich nicht von den Ergebnissen der in 5 Fällen vorliegenden Ergebnissen vor der Bestrahlung.

Schlußfolgerung

Die array CGH von Aderhautmelanomen nach Strahlentherapie erscheint eine vielversprechende Option zur prognostischen Unteruchung in den Fällen zu sein, in denen eine Biopsie vor Bestrahlung nicht durchgeführt wurde oder nicht erfolgreich war. Im Falle einer geplanten Endoresektion nach Bestrahlung, könnte auf einen zusätzlichen Eingiff zu Biopsie vor der Bestrahlung verzichtet werden.

Dr. Werner Wackernagel, Dr.in. Lisa Tarmann, Dr. Christoph Mayer, a.o. Univ. Prof. Dr. Gerald Langmann, Univ. Prof. Dr. Andreas Wedrich, Spektrum der Augenheilkunde 6/2013

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