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Augenheilkunde 13. April 2006

Neues Sehen: Multifunktionale Linsen

Weltweit 90 Prozent der über 65-Jährigen leiden am "Grauen Star", und mit 44.400 Katarakt-Operationen allein im Jahr 2000 ist die Graue-Star-Operation die häufigste in Österreich. Anlässlich der ScienceWeek@Austria präsentiert die Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der Universität Wien eine neue Behandlungsmethode zur Korrektur des "Grauen Stars". Die neue Technik macht es möglich, PatientInnen schmerzfrei, ohne nachhaltige Folgen und bei Erreichung einer guten Sehleistung zu operieren. Unter dem Motto "Eye meets public" möchte die Augenklinik ihr Wissen und ihre Forschungsstrategien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

"Wirklich neu an der Behandlungsmethode der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie ist die Technik der Laserinferometrie, die es ermöglicht, das Auge beziehungsweise die Linse vor der Operation auszumessen, um dann eine passende, multifunktionale Kunstlinse einsetzen zu können", beschreibt Oliver Findl, Professor an der Augenklinik der Universität, die Innovation. Den PatientInnen wird mit einem möglichst kleinen Ventilschnitt, der keine nachträgliche, schwerheilende Naht bildet, die Augenlinse geöffnet. Mittels eingeschobenem Laser wird der "starre" Linsenkern des Auges zerkleinert und über den Schnitt abgesaugt. Danach wird durch den schmalen Ventilschnitt eine gefaltete Kunstlinse eingeführt, die erst im Inneren des Augapfels wieder entfaltet wird. "Früher hat man PatientInnen meist Kunstlinsen eingesetzt, die nur entweder auf ?ern?oder ?ah?scharf stellen konnten. Die neuen multifunktionalen Kunstlinsen ermöglichen ein Sehen auf jede Entfernung", so Findl.

Quelle: Zentrum für Forschungsförderung, Drittmittel und Öffentlichkeitsarbeit, Universität Wien.

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