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Augenheilkunde 13. November 2013

Fenestration der Nervenscheide des Optikus bei einem Patienten mit idiopathischer intracranialer Hypertension und progressivem Gesichtsfeldverlust

Fallbericht über einen Patienten mit chronischem Papillenödem, bei dem eine idiopathische intracraniale Hypertension diagnostiziert wurde. Er entwickelte eine Optikusatrophie im linken Auge und eine progressive Gesichtsfeldeinschränkung auf beiden Augen.

Material und Methode: Der Patient mit idiopathischer intracranialer Hypertension hat eine 4-jährige Geschichte eines chronischen Papillenödems. Er zeigte kein Ansprechen auf die pharmakologische Behandlung mit Acetozolamide und Solu-Medrol und wurde daher einer chirurgischen Intervention (Fenestration der Nervenscheide des Optikus) am linke Auge mit der Sehnervenatrophie unterzogen.

Ergebnisse: Nach der Chirurgie und einer Beobachtungszeit von einem Jahr kam es zu keiner weiteren Progression des Gesichtsfelddefektes am linken Auge. Das Sehvermögen blieb 20/20. Obwohl das chronische Papillenödem im rechten Auge nach wie vor vorhanden ist, sind auch hier der Visus und das Gesichtsfeld stabil.

Schlussfolgerung: Bei Patienten mit chronischer idiopathischer intracranialer Hypertension (CIH), die nicht auf die pharmakologische Behandlung ansprechen und progressiven Verfall der Funktion zeigen, sollte eine Fenestration der optischen Nervenscheide erwogen werden.

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