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Augenheilkunde 13. November 2013

Die Inzidenz und Behandlung des diabetischen Makulaödems an der Universitäts-Augenklinik Graz im Zeitraum von zwei Jahren

Eine Hauptursache für den Sehverlust von Diabetikern mit diabetischer Retinopathie ist das Auftreten eines diabetischen Makulaödems. Neue Therapeutika, antivaskuläre endotheliale Wachstumsfaktoren, wurden in Studien überprüft und haben gezeigt, dass sie die Sehleistung mit größerem Erfolg verbessern können, als der Goldstandard, die Laser Therapie.

Die Absicht der folgenden Studie war es, die zukünftige Anzahl der diabetischen Makulaödem Patienten und deren Behandlungsbedarf an der Universitäts-Augenklinik Graz abschätzen zu können.

Material und Methode: Es handelt sich um eine retrospektive 2-Jahres-Analyse an den Augen von Patienten, die mit einem diabetischen Erstödem im Zeitraum von 01.07.2009 bis 31.06.2011 an der Universitäts-Augenklinik Graz vorstellig wurden. Hauptziel war es, eine 2-Jahres-Inzidenz für das diabetische Makulaödem an der Universitäts-Augenklinik Graz zu ermitteln. Weiters galt es, die Verteilung der angewendeten Therapieformen und die Anzahl der intravitrealen Medikamentenapplikation zu erfassen.

Resultate: Die Jahresinzidenz pro Auge beträgt für das erste Jahr 105 Personen und für das zweite Jahr 101 Personen. Von 226 behandelten Augen erhielten 40,1 % „Laser Therapie plus Bevacizumab Injektionen“, 25,2 % „Laser Therapie“, 21,1 % „Bevacizumab Injektionen“ und 13,2 % zu einer der genannten Therapieformen „zusätzliche Triamcinolone Acetonide Injektionen“. Die Gesamtanzahl der intravitrealen Medikamentenapplikation über die zwei Jahre betrug 343 Injektionen, von welchen 293 Bevacizumab Injektionen waren. Die Mehrzahl der mit Bevacizumab behandelten Augen erhielten ein bis zwei Injektionen.

Schlussfolgerung: Es hat den Anschein, dass gewisse Jahreszeiten Einfluss auf die Entstehung des diabetischen Makulaödems haben. Der hohe Behandlungsbedarf des diabetischen Makulaödems mit fovealer Betroffenheit hat die antivaskulären endothelialen Wachstumsfaktoren unerlässlich in der Therapie des diabetischen Makulaödems gemacht.

Dr Monja Michelitsch, Priv-Doz Dr Vanessa Gasser-Steiner, Univ -Prof Dr phil Peter Gasser-Steiner, Spektrum der Augenheilkunde 5/2013

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