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Augenheilkunde 28. Juni 2013

Das chirurgische Verfahren zur Behandlung des Pterygiums mit einem autologen Konjunktiva-Limbus-Transplantat – Ergebnis einer retrospektiven klinischen Studie

Hintergrund: Ziel dieser retrospektiven Studie war es, Effektivität, Sicherheit sowie Häufigkeit und Ausdehnung der Rezidivrate nach chirurgischer Behandlung des Pterygiums mittels autologen Konjunktiva-Limbus-Transplantat zu untersuchen.

Material und Methode: Als chirurgisches Verfahren wurde im Zeitraum von Jänner 2001 bis März 2007 bei 116 Augen von 112 Patienten die Exzision des Pterygiums mit nachfolgender Deckung mittels autologen Konjunktiva-Limbus-Transplantat bei primären und rezidivierenden Pterygien angewendet.

Ergebnisse: Es wurden Veränderungen des kornealen Astigmatismus gemessen und die Verbesserung des bestkorrigierten Visus bestimmt. Zur Feststellung eines Rezidivs wurden postoperative Bilder bei der Kontrolluntersuchung angefertigt und das Ergebnis durch Einteilung in Zonen klassifiziert. Mittels Fragebogen konnten die postoperativen Beschwerden der Patienten erhoben werden.

Schlussfolgerung: 64 Augen von 62 Patienten wurden in diese Studie inkludiert. Die postoperative Nachbeobachtungszeit reichte von 4 bis 78,5 Monaten. Rezidive konnte man bei 2 von 64 Augen (3,1 %) feststellen, eines (2 %) von 51 präoperativ primären Pterygien und eines (7,7 %) von 13 rezidivierenden Pterygien. Korneale Narben konnte man bei 18 (28,1 %) von 64 Pterygien nachweisen, davon reichten bei 14 Fällen (21,9 %) die Narben nicht über den Limbus und bei den restlichen 4 Fällen (6,3 %) nicht über 2,5 mm auf die Kornea, waren flach und nicht erhaben. Der korneale Astigmatismus konnte von 1,6 dpt präoperativ auf 1 dpt postoperativ signifikant verringert werden (p < 0,001).
Das autologe Konjunktiva-Limbus-Transplantat erweist sich als sicheres und effektives chirurgisches Behandlungsverfahren zur Therapie primärer und rezidivierender Pterygien. Außerdem scheint das Verfahren essentiell zu sein, um eine niedrige Rezidivrate über einen langen Zeitraum zu erzielen.

OA Dr. Martin Emesz, Nicole Pettke, Wolfgang Hitzl, Alois Karl Dexl, Christian Nischler, Günther Grabner, Eva Krall, Spektrum der Augenheilkunde 3/2013

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