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Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Salzburg: KAMRA-Inlay

SALK_Augenheilkunde_Grabner

 
Augenheilkunde 13. August 2012

Adleraugen - auch im Alter

Uniklinikum Salzburg ist europaweiter Vorreiter bei der Behandlung von Alterssichtigkeit.

Die Lesebrille gehört dank dem Universitätsklinikum Salzburg bald der Vergangenheit an. Prof. Dr. Günther Grabner und sein Team sind europaweit führend auf dem Gebiet der chirurgischen Korrektur der Alterssichtigkeit. Sie arbeiten mit dem KAMRA-Inlay.

Das Implantat macht die Auswirkungen der Alterssichtigkeit optisch rückgängig und stellt die Sehfähigkeit im nahen und mittleren Bereich weitgehend wieder her. Mit ihrer langjährigen Erfahrung entwickelte sich die Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der PMU Salzburg europaweit zum Expertenzentrum für Korrekturen von Alterssichtigkeit.

Alterssichtigkeit – bald ein Thema der Vergangenheit?


Ab einem Alter von 45 Jahren sind die meisten Menschen von „Alterssichtigkeit“ (nicht Altersweitsichtigkeit!) - Mediziner sprechen von „Presbyopie“ - betroffen. Hierbei handelt es sich um keine Krankheit, sondern um einen normalen altersbedingten Verlust der „Akkomodation“ der Augen. Damit meint man eine fortschreitende Verminderung der Fähigkeit, in der Nähe das Bild auf der Netzhaut des Auges scharf zu stellen (Vergleichbar mit einem Zoom einer Kamera, der in der Ferne „steckengeblieben“ ist). Sie äußert sich durch eine Unschärfe beim Lesen und der Naharbeit. Ab dem Alter von 45 Jahren sind zunehmend alle Menschen von Presbyopie betroffen, was als deutliche Minderung der Lebensqualität empfunden wird. Die Alterssichtigkeit wird routinemäßig mit Lesebrillen oder Gleitsichtbrillen korrigiert, als Alternativen funktionieren manchmal Kontakt-Linsen. Manche kurzsichtige Menschen können auch die Fernbrille (wenn etwa drei Dioptrien Kurzsichtigkeit vorhanden sind) zum Lesen abnehmen. Chirurgisch wurde bisher mit multifokalen Intraokularlinsen (dabei wird die klare Linse entfernt) oder mit der Lasik-Operation (vermehrte Blendung möglich) die Alterssichtigkeit behandelt.


Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie Salzburg – sehr hohe Erfolgsquote


An der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie Salzburg wurden bereits seit 2006 über 100 Patientinnen und Patienten von Prim. Prof. Dr. Günther Grabner im Rahmen von Studien mit dem KAMRA-Inlay operiert. Mit dieser langjährigen Erfahrung zählt die Univ.-Klinik zu den weltweit führenden Kliniken auf dem Gebiet der Korrektur der Alterssichtigkeit.
Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden und dauert in etwa eine halbe Stunde. Da bei dieser Operation keine Nähte nötig sind, kann der Patient die Klinik bereits am selben Tag wieder verlassen. Die Vorteile des KAMRA-Inlays im Vergleich zu anderen Presbyopie-Behandlungen sind nicht von der Hand zu weisen. Dieser Eingriff ermöglicht eine hervorragende Sehqualität ohne optische Verzerrungen, perfektes Sehen auch in die Ferne und somit die Unabhängigkeit von der Lesebrille.

Wirkprinzip des KAMRA-Inlays


Das Wirkungsprinzip des KAMRA-Inlays beruht auf der Bildung einer „stenopäischen Lücke“. Ähnlich wie bei einer Kamera bewirkt diese „kleine Blende“ eine höhere Tiefenschärfe, wodurch sowohl Gegenstände in der Ferne als auch in der Nähe scharf gesehen werden. Wenn das KAMRA-Inlay in die Hornhaut implantiert wird, bündelt die kleine Öffnung das Licht in der Mitte, sodass dieses fokussiert zur Netzhaut gelangt. Die gebündelten Lichtstrahlen führen dadurch zu einer verbesserten Sehfähigkeit im nahen Bereich.
Nach den Nachuntersuchungen liegt die Erfolgsquote bislang bei 97 Prozent Prozent. Im Rahmen der Studien in Salzburg wurden nach Ablauf der Beobachtung (nach drei Jahren) erst zwei Implantate völlig problemlos entfernt .
Mittlerweile steht das Implantat nun auch zur kommerziellen Anwendung zur Verfügung, was zur Folge hat, dass diese Form der Presbyopie-Korrektur vielerorts angeboten wird. Aus diesem Grund bietet das Universitäts-Augenklinikum Salzburg einen Service für Patienten an, der diesen die Option einer zweiten, unabhängigen Meinung ermöglicht. Hier wird beurteilt, ob die jeweilige Sehschwäche wirklich für diesen operativen Eingriff geeignet ist oder nicht. So kann das Risiko der Operationen minimiert werden.

http://www.visionplus.at/refraktive/kamra.html

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