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Augenheilkunde 2. August 2012

Gleitsichtbrille im Auge

Implantierte Multifokallinsen sind jetzt gut verträglich.

Ein neues Operationsverfahren beim Grauen Star macht die Betroffenen unabhängig von der Brille. „Es handelt sich um eine OP, bei der gewissermaßen eine Gleitsichtbrille ins Auge implantiert wird“, sagt Professor Dr. Rudolf Guthoff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde an der Universitätsmedizin Rostock, wo das Verfahren ab sofort verfügbar ist.

Bei dieser Operation kommt eine neuartige Linse zum Einsatz, die die alte, eingetrübte Linse ersetzt. „Es handelt sich um eine Multifokallinse, die sich wie eine Gleitsichtbrille intelligent den jeweiligen Bedürfnissen anpasst“, so Professor Guthoff. Ziel sei es, die Betroffenen durch die Operation unabhängig von der Brille zu machen. Der Austausch der Linsen beim Grauen Star sei mittlerweile ein Standardeingriff, so Professor Guthoff weiter. Die neuartigen Kunstlinsen werden allerdings erst seit kurzem verwendet.

„Multifokallinsen werden seit rund 20 Jahren entwickelt. Jetzt haben sie allerdings erst eine Qualität erreicht, dass sie Patienten ohne Bedenken eingesetzt werden können“, sagt Professor Guthoff. An der Augenklinik der Universitätsmedizin Rostock wurde dazu eine interne Verträglichkeitsstudie durchgeführt – mit positiven Ergebnissen. „Wir habe in den vergangenen Jahren Erfahrungen mit diesen Linsen gesammelt und stehen nun gern auch als Ansprechpartner zur Verfügung“, so Professor Guthoff. Dies gelte nicht nur für Patienten: Auch Ärzteweiterbildungen zu diesem Thema werden angeboten.

Kontakt: Professor Dr. Rudolf Guthoff, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsmedizin Rostock, Tel. +49(0)381 494-8501

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