zur Navigation zum Inhalt
Auch Kinderaugen gehören vor den Sonnenstrahlen geschützt.
 
Augenheilkunde 26. April 2012

Kindersonnenbrillen im Test

Konsument hat die Qualität von Sonnenbrillen für Kinder unter die Lupe genommen. Der Preis ist laut Ergebnis kein Kriterium.

 

Eine gute Kindersonnenbrille muss nicht teuer sein. Auch günstige Modelle sind robust und bieten gegen UV-Strahlung sehr guten Schutz. So lautet das Fazit eines Tests des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zu 25 Kindersonnenbrillen aus Kunststoff.

"Sehr gut" für Billigbrille

Das günstigste Modell um 3,45 Euro erreichte ein "sehr gut", während die teuerste Brille im Test von Tommy Hilfiger weit über das Zehnfache kostete und dennoch nur mit einem "durchschnittlich" abschnitt. Zwar bieten alle getesteten Brillen einen sehr guten UV-Schutz, Qualitätsunterschiede offenbaren sich aber bei der Stabilität.

Robustheit des Brillengestells

In sechs Fällen erwies sich das Brillengestell als wenig robust. Beim "Sitztest" gingen die Bügel zu Bruch. Abwertungen gab es auch, wenn die Brillen seitlich nicht ausreichend Lichtschutz boten. Sieben Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren beurteilten hier selbst: Vier Modelle erhielten dabei nur ein "weniger zufriedenstellend".

Details zum Test gibt es in der Maiausgabe des Testmagazins KONSUMENT und auf www.konsument.at.

In zehn von 25 getesteten Kindersonnenbrillen fanden die Tester geringe Mengen an Blei und Cadmium. Diese giftigen Schwermetalle sind aber, sowohl was die Produktion als auch was die Funktion betrifft, völlig unnötig insbesondere bei Produkten für Kinder.

Das Angebot an Kindersonnenbrillen ist nahezu unerschöpflich.
Tipps für die Auswahl der "richtigen" Brille:

  • UV-Schutz: Sonnenbrillen sollten über einen 100prozentigen UV-Schutz bis  400 nm verfügen und 70 bis 80 Prozent (entspricht Filterkategorie 3)  des sichtbaren Lichtes absorbieren. Derartige Produkte sind i.d.R.  entsprechend gekennzeichnet.
  • Passform: Die Brille darf nirgends Druckstellen verursachen (z.B. hinter den Ohren). Von Vorteil sind Brillen mit gummiertem Bügel, da diese zusätzlichen Halt geben.
  • Rundum geschützt: Die Brille soll das Auge umschließen, um einen Rundumschutz zu gewährleisten und eine mögliche Seitenreflexion zu vermeiden. Auch breite Bügel sind ratsam.
  •  Verzerrungsfrei: Dies kann man testen, indem man die Brille über einer geraden Linie hin und her bewegt. Wenn diese Linie beim Blick durch die Brillengläser nicht durchgehend gerade bleibt, sondern z.B. gestuft erscheint, ist vom Kauf abzuraten.
  • Nicht zu schwer: Damit die Brille auch tatsächlich getragen wird, sollte sie nicht zu schwer sein.

 

 

Pressemitteilung Konsument/IS, springermedizin.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben