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Augenheilkunde 1. Dezember 2011

Qualitäts-Statistik von Operationen an der Augenabteilung des Krankenhauses Hietzing in Wien

HINTERGRUND: Die Komplikationsraten als Kriterium für die Qualität bei Katarakt-Operationen variieren in der Literatur zwischen 2,3 % bis 27,4 %. Die Re-Operationsraten bei vitreoretinalen Operationen liegen zwischen 1,1 % und 14 %. Es gibt verschiedene prä- und intraoperative Faktoren, die einen Einfluss auf die Komplikationsrate haben. Aber auch die Erfahrenheit der ChirurgIn und die Strukturiertheit der Ausbildung haben Auswirkungen, ebenso wie das intraoperative Management.

MATERIAL UND METHODE: Retrospektive Untersuchung aller Operationen, die zwischen Jänner 2007 und März 2011 an der Augenabteilung durchgeführt wurden, mit Schwerpunkt auf Katarakt- und vitreoretinale Operationen. Basierend auf den Komplikationsraten von 2007 und 2008 kamen folgende Maßnahmen zur Anwendung: präoperative Identifikation von prä- und intraoperativen Risikofaktoren, die Auswahl einer/s geeigneten Operateur/in, konsequentes intraoperatives Komplikationsmanagement und ein strukturierter Ausbildungsplan für AssistenzärztInnen.

RESULTATE: Reduktion der Re-Operationsrate bei Katarakt-Operationen um 66,8 % seit 2007 bzw. um 64,8 % seit 2008 und der Re-Operationsrate von vitreoretinalen Operationen um 86,6 % im Vergleich zu 2007 bzw. 59,3 % zu 2008.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Berücksichtigung von prä- und intraoperativen Risikofaktoren, die Auswahl einer/s geeigneten Operateur/in, konsequentes intraoperatives Komplikationsmanagement und ein strukturierter Ausbildungsplan für AssistenzärztInnen führt zu einer wesentlichen Reduktion von OP-Komplikationen und Re-Operationen.

B. Weingessel, C. Vécsei, P. Irsigler, P.V. Vécsei-Marlovits, Spektrum der Augenheilkunde 6/2011

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