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Augenheilkunde 13. Jänner 2012

Über ein Jahr Wartezeit auf Katarakt OP

Für Aufregung sorgten vergangenen Sommer die langen OP- Wartezeiten an vier österreichischen Kliniken: Bis zu 40 Wochen betrug die Wartezeit auf eine Katarakt Operation, so das Ergebnis eines Konsumententests, am Klinikum Klagenfurt. Jetzt reagiert die Politik.

Auch soziale Aspekte beachten

In der bereits in Begutachtung befindliche Novelle der Kärntner Krankenanstaltenordung wurde nun festgelegt, dass neben medizinischen Gründen auch soziale Aspekte in die Beurteilung und Festlegung der Warteliste berücksichtig werden sollen. "Immerhin geht es hier mitunter auch um Existenzfragen", begründet Kärntens Gesundheitsreferent Peter Kaiser. So bestehe beispielsweise für einen 55jährigen Berufskraftfahrer mit grauem Star, der bis zu einem Jahr auf seine OP warten müsste, die Gefahr, seinen Job zu verlieren.

Generell die Wartezeit verkürzen

Begrüßt und unterstützt wird Kaisers Initiative von Kärntens Patientenanwalt Erwin Kalbhenn: "Ein Schritt in die richtige Richtung, der geeignet ist, zahllosen Patienten die Wiederherstellung der Sehkraft zu erleichtern. Darüber hinaus müssen alle Beteiligten daran arbeiten, dass die Wartezeiten für Kataraktoperationen in Kärnten generell auf ein erträgliches Maß - wie in fast allen anderen Bundesländern - verkürzt werden."

Die Zahl der Katarakt-Operationen habe sich in den letzten Jahren fast verdoppelt, derzeit seien es jährlich 4.000. Der Personalstand sei aber nahezu gleich geblieben, kritisierte Primarius Yosuf El-Shabrawi schon im vergangenen Mai in den Medien.

Schlusslicht Kärnten

Hier ist die KABEG gefordert. Durch die höhere Lebenserwartung und die guten Behandlungsmöglichkeiten müssten mehr Ärzte ausgebildet und aufgenommen werden. Der Gesundheitsreferent gibt zu bedenken, dass Kärnten bei der Zahl der Ärzte österreichweit an letzter und bei der Anzahl der Pfleger an vorletzter Stelle im Österreichvergleich liegt.

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