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Augenheilkunde 1. Jänner 2012

Taxilenker müssen Blindenhunde mitnehmen

Beförderungspflicht tritt ab 1.1.2012 in Kraft: "In der Vergangenheit haben blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen immer wieder große Probleme gehabt, ein Taxi zu finden, das sie mit ihren Blindenführhunden mitgenommen hat", zeigt sich Präsident Mag. Gerhard Höllerer vom Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverband erfreut über die neue Regelung, die endlich das Behindertengleichstellungsgesetz umsetzt.

Beförderung auch ohne Maulkorb

Diese Regelung konnte der Österreichische Blinden- und Sehbehindertenverband in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer-Fachgruppe für die Beförderungsgewerbe mit PKW erreichen. Die Tiere müssen auch dann befördert werden, wenn sie keinen Maulkorb tragen. Einzige Voraussetzung laut den neuen Bestimmungen: Sie dürfen weder verschmutzt, noch bösartig sein.

Chip und Prüfplakette

An die 150 blinde und hochgradig sehbehinderte Personen haben in Österreich einen ausgebildeten und geprüften Blindenführhund. Vom Labrador, Golden Retriever, Weißen oder Belgischen Schäfer bis hin zum Königspudel oder Lapu (Kreuzung zwischen Labrador und Pudel): Alle Tiere sind mit einem Chip an der linken Halsseite gekennzeichnet, der Aufschluss über den Besitzer und Blindenführhundeschule gibt.

Erkennbar ist ein Blindenführhund auch am sogenannten "Führgeschirr" und seiner speziellen Prüfungsplakette. Das Führgeschirr dient mit seinem steifen Bügel dazu, dass der/die HundeführerIn die Bewegungen des Tieres "lesen" kann. Über die zusätzlich am Halsband befestigte Leine kann man spüren, wo der Hund seinen Kopf hindreht.

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