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Augenheilkunde 1. September 2011

Diabetisches Makulaödem: Vergleich zwischen dem Gelben Laser 577 nm und dem Grünen Laser VS 532 nm

HINTERGRUND: Evaluierung der Wirksamkeit des Gelben Lasers 577 nm im Vergleich zum konventionellen Grünen Laser 532 nm in der Behandlung des diabetischen Makulaödems. PATIENTEN UND METHODEN: Insgesamt 20 Patienten mit fokalem diabetischem Makulaödem, die einer Laserbehandlung unterzogen werden sollten, wurden anhand von Spectral Domain OCT Map, Stereo-Fundusfotografie und Fluoreszenzangiografie untersucht und randomisiert auf zwei Therapiearme verteilt. Vor der Behandlung wurde die BCVA (Best Corrected Visual Acuity) evaluiert. Die Patienten wurden zwei Gruppen zugewiesen: 10 Patienten (Gruppe A) erhielten eine Grid- oder Fokal-Lasertherapie mit einem Grünen Laser 532 nm. 10 Patienten (Gruppe B) erhielten eine Grid- oder Fokal-Lasertherapie mit einem Gelben Laser 577 nm. Die Laserintensitäten wurden aufgezeichnet. Die Behandlungen wurden jeweils von zwei ausgebildeten "maskierten" Technikern durchgeführt. Unmittelbar nach der Behandlung wurde die Intensität der Laserpunkte anhand von Fundusfotografie und SD-OCT erhoben. Einen Monat nach der Behandlung wurden die Patienten einer umfassenden Augenuntersuchung einschließlich BCVA-Evaluierung, Fundusfotografie, SD-OCT und Fluoreszenzangiografie unterzogen. RESULTATE: Beide Behandlungen erwiesen sich zur Reduzierung des fokalen diabetischen Makulaödems entsprechend den Angaben in der Literatur als wirksam. Die Gruppen A und B zeigten keine statistisch signifikanten Unterschiede hinsichtlich einer zunehmenden oder abnehmenden retinalen BCVA-Dicke. Allerdings erreichten die mit dem Gelben Laser 577 nm behandelten Patienten bereits bei niedrigeren Lasereinstellungen einen Weißeffekt. SCHLUSSFOLGERUNG: Der Gelbe Laser 577 nm zeigt hinsichtlich der Wirksamkeit im Vergleich zum Grünen Laser 532 nm in der DME-Behandlung keine statistisch signifikanten Unterschiede. Allerdings war beim Gelben Laser zur Erreichung derselben Wirkung in der Retinabehandlung eine geringere Intensität erforderlich. Dies könnte durch die höhere Oxyhämoglobinabsorption zu erklären sein, die zu einer verbesserten Wirkung in Gefäßstrukturen wie Mikroaneurismen führt.

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