zur Navigation zum Inhalt
 
Augenheilkunde 1. Juni 2011

1911 – Ein Augenarzt erhält den Nobelpreis: Allvar Gullstrand: Chirurg, Mathematiker und kreativer Erfinder

HINTERGRUND: Allvar Gullstrand (1862–1930) leistete wertvolle Pionierarbeit auf den Gebieten der theoretischen Optik und leitete wegweisende Forschungsprojekte über die physikalischen und mathematischen Eigenschaften des menschlichen Auges. "Nebenbei" erfand er wesentliche ophthalmologische Untersuchungsgeräte wie die erste Spaltlampe, deren Prinzipien noch heute im Einsatz sind. MATERIAL UND METHODE: Literaturrecherche in Fachpublikationen via PubMed, Google Scholar und Google. RESULTATE: Gullstrand nutzte methodische Kenntnisse der physikalischen Mathematik zur wissenschaftlichen Untersuchung von Bildentstehung und Lichtbrechung des Auges. In Anerkennung seiner Forschungen wurden ihm 1911 der Nobel-Preis in Physiologie oder Medizin ebenso wie zahlreiche weitere Ehrungen zuteil. Gullstrand erwies sich auch auf den Gebieten der Astigmatismusforschung, Verbesserung des Ophthalmoskops oder der korrektiven Versorgung von Katarakt-Operierten als herausragender Forscher. Sein schematisches Modell des Auges, das Gullstrand Auge, wird bis heute als Referenzobjekt verwendet. SCHLUSSFOLGERUNG: Gullstrand's Forschung brachte der Ophthalmologie den detaillierten Aufbau und dessen Funktionsweise näher. Bis heute gelten seine Erfindungen im Bereich der Ophthalmologie als Gold-Standard, an denen sich heutige Entwicklungen messen lassen müssen.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben