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Augenheilkunde 1. Juni 2011

Cirrus High-Definition optische Kohärenz-Tomographie (OCT) in Augen von Ratten mit normaler Netzhaut und nach laserinduzierter choroidaler Laserkoagulation

HINTERGRUND: Evaluierung der diagnostischen Möglichkeiten der Cirrus High-Definition optischen Kohärenz-Tomographie (OCT) bei der Untersuchung der Netzhaut von Ratten. MATERIAL UND METHODE: Sechzehn Augen von sechzehn Brown-Norway (BN) Ratten wurden inkludiert. Histologische Schnitte und OCT-Tomogramme von normalen Netzhäuten und Netzhäuten mit laserinduzierter choroidaler Neovaskularisation (CNV) wurden untersucht. RESULTATE: Die OCT-Untersuchungen zeigten eine doppellagige Struktur in den normalen Netzhäuten mit einer hochreflektiven Lage der inneren Netzhautschichten und einer niedrig reflektiven Lage in den äußeren Schichten der Netzhaut. Das retinale Pigmentepithel (RPE) und die Choriokapillaris zeigten die höchste Reflexion in den OCT-Scans. Am ersten Tag nach der Laser-Photokoagulation zeigten die OCT-Scans eine Unterbrechung in der hochreflektiven RPE-Choriocapillaris-Schicht. Die choroidalen Neovaskularisationen stellten sich als hochreflektive Areale unter dem subretinalen Raum dar. Die retinale Atrophie, die sich vier Wochen nach der Photokoagulation entwickelte, stellte sich als Dickenabnahme in der Reflexion der sensorischen Netzhaut dar. Die retinal layer- und retinal thickness map-Untersuchungen trugen zusätzliche Erkenntnisse zum vollständigen Befund des Zustandes der Netzhaut bei. Die histopathologischen Befunde korrelierten sehr gut mit den OCT-Tomogrammen der Netzhaut. SCHLUSSFOLGERUNG: Cirrus OCT-Tomogramme in Kombination mit retinal layer- und retinal thickness map-Scans sind nützliche Untersuchungsmethoden zur Evaluierung der choroidalen Neovaskularisation und anderer Netzhauterkrankungen in Studien zur Beurteilung der Netzhaut von Tieren.

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