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Augenheilkunde 1. Juni 2011

Hornhaut Konfokal-Mikroskopie bei einer bilateralen Augenverletzung mit multiplen kornealen Fremdkörpern

HINTERGRUND: Auswertung der morphologischen Unterschiede, Epithel-, Entzündungs- und Langerhans'sche Zellen nach einer langjährigen bilateralen Verletzung mit multiplen Metall-Fremdkörpern. PATIENT UND METHODE: Die Augen von einem 36-jährigen männlichen Patienten wurden mit in vivo Konfokalmikroskopie 2 Jahre (Visite 1) bzw. 6 Jahre (Visite 2) nach eine bilateralen Gasofenexplosion Hornhautverletzung untersucht. ERGEBNISSE: Die Fremdkörper lagen zwischen 10–156 Mikrometer Tiefe. Die Flügelzellendichte betrug bei Visite 1 in Fremdkörpernähe (rechtes Auge (RA): 3564±95/mm2, linkes Auge (LA): 3624±73/mm2), bei Visite 2 zeigte sich aber eine Größen-Abnahme, bzw. eine Zunahme der Dichte (RA: 4121±69/mm2, LA: 3962±71/mm2). Keine Entzündungszellen waren zu erkennen, während Langerhans'sche Zellen zufällig um die Fremdkörper verteilt waren (RA:26±4/mm2, LA: 30±7/mm2 bei Visite 1 und RA: 37±4/mm2, LA: 39±5/mm2 bei Visite 2). Subbasale Nerven waren in der Nähe der Fremdkörper dünn verteilt. SCHLUSSFOLGERUNG: Unsere Beobachtungen zeigen, dass das Immunsystem der Hornhaut stabile intrakorneale Fremdkörper vertragen kann. Die langdauernden, morphologischen Veränderungen der Epithelzellen und der subbasalen Nerven zeigen den komplexen Heilungsprozeß der Hornhaut nach einer solchen Verletzung.

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