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Augenheilkunde 1. April 2011

Quantitative Pupillometrie: Pupillenlichtreaktion im Kindes- und Jugendalter bei Links- und Rechtshändern im Seitenvergleich

GRUNDLAGEN: Der Pupillenlichtreflex (PLR) kann als idealer Indikator für die Funktion des autonomen Nervensystems angesehen werden. Ziel der vorliegenden Studie war es, Normwerte für PLR-Parameter für das Kindes- und Jugendalter am dunkeladaptierten Auge zu erstellen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Händigkeit, die Reihenfolge des gemessenen Auges sowie den Vergleich zwischen rechtem und linkem Auge gerichtet. METHODIK: Die PLR wurde bei 100 gesunden Probanden (50 Linkshänder, 50 Rechtshänder) mittels Infrarotvideo-Pupillographie standardisiert gemessen. Beide Augen wurden in randomisierter Reihenfolge untersucht und PLR-Parameter wurden am PC aufgezeichnet. ERGEBNISSE: Es werden Normwerte für PLR-Parameter vorgelegt. Bezüglich der Reihenfolge des untersuchten Auges ergaben sich signifikante Unterschiede für nahezu alle Parameter. Nur für das linke Auge ergaben sich signifikante Unterschiede zwischen Links- und Rechtshändern. Lediglich Linkshänder zeigten signifikante Unterschiede zwischen rechtem und linkem Auge. SCHLUSSFOLGERUNG: Unterschiede der PLR-Parameter bezüglich der Messreihenfolge der Pupille lassen sich mit Bahnungseffekten erklären. Die Theorie der Lateralisierung zentraler autonomer Funktionen legt ein parasympathisch dominiertes linkes Auge bei Linkshändern nahe.

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