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Augenheilkunde 1. Dezember 2010

Aktuelle Fachnachrichten

Wahrnehmungswechsel - Schlüssel zum Bewusstsein

Mit wehendem Mantel, das rechte Auge fest zugekniffen, beobachtet Captain Blackbeard mit dem linken durch sein Fernrohr das Meer. Als der Pirat auch das rechte öffnet, verschwindet plötzlich das Meer. Vor sich sieht er nur noch das Fernrohr in seiner Hand. Und dann ist das Meer, genauso plötzlich, wieder da. Was hier geschieht ist ein Wahrnehmungswechsel. Normalerweise rechnet das Gehirn die leicht unterschiedlichen Bilder der beiden Augen zu einem stimmigen Bild um. Wenn sich die Sehinformationen jedoch widersprechen, wird nacheinander nur das Gesehene des einen und dann des anderen Auges wahrgenommen. Dieses Phänomen nennen Wissenschaftler „binokulareRivalität“. Forscher um Andreas Bartels am Werner Reichardt-Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) und am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen haben dieses Phänomen nun genutzt, um einige der Schaltkreise im parietalen Kortex, die zum bewussten Sehen beitragen, zu entziffern...

 

Neue Diagnose für Nervenschäden durch Diabetes: Augenhornhaut als Spiegel für den Krankheitsverlauf

Mehr als die Hälfte aller Diabetiker entwickelt eine diabetische Neuropathie. Künftig könnte eine mikroskopische Analyse der Augenhornhaut die Früherkennung von krankhaften Veränderungen ermöglichen und Betroffene vor schweren Nervenschäden bewahren, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). DOG-Experten an der Universitätsaugenklinik Rostock entwickeln derzeit eine Methode, die mithilfe digitaler Bildverarbeitung der konfokalmikroskopischen Bilder erste Anzeichen einer Neuropathie erkennt. Damit ließe sich zukünftig die aktuelleSituation des Patienten zuverlässig und ohne operativen Eingriff ermitteln...

 

Verbessertes Sehen kompensiert mangels Hören: Gehörlose können ihre Gehirne neu "verdrahten"

Menschen, die bereits gehörlos auf die Welt gekommen sind, sind in der Lage, einen für das Hören erforderlichen Bereich ihres Gehirns neu zu ordnen, um danach besser zu sehen. Ein verbessertes peripheres Sehen, das bei Gehörlosen oft beobachtet wird, ermöglicht jener Bereich des Gehirns, der eigentlich für peripheres Hören verantwortlich ist. Wissenschaftler der University of Western Ontario haben diese Theorie an taub geborenen Katzen überprüft. Details der Studie wurden in Nature Neuroscience veröffentlicht...

 

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