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Augenheilkunde 1. November 2008

Berühmte Maler und der Einfluss ihrer Augenleiden auf ihr Kunstschaffen

Gesehenes künstlerisch widergeben, denn fast alle Menschen erleben mit zunehmendem Alter, dass ihre Sehkraft schwindet.
Alternde Linsen trüben sich ein und verschleiern den Blick. Manche ältere Menschen leiden unter einer Degeneration
der Netzhaut, die den Betroffenen zunehmend das Gesichtsfeld
raubt. Maler aber sind Augenmenschen: Für sie ist der Sehsinn besonders wichtig. Was passiert, wenn ihre Augen versagen, die Formen verschwimmen und die Farben verblassen? Zeigen sich die Auswirkungen von Augenleiden, wie Katarakt und Retina-Degeneration, im Werk berühmter Künstler? Kann man bei bestimmten Krankheiten gar charakteristische
Änderungen der Malweise identifizieren?
So interessant diese Fragen sind, so schwierig sind sie zu beantworten. Denn eine Veränderung im Werk eines Malers muss nicht ausschließlich die Folge einer veränderten optischen
Wahrnehmung sein. Sie kann auch auf einer aktiven Entscheidung des Künstlers bezüglich seines Malstils beruhen
oder durch äußere Einflüsse, Vorbilder, entstanden sein. Bei Künstlern, deren Augenleiden nicht präzise diagnostiziert
wurden, ist es deshalb schwierig, nachträglich abzuschätzen,
ob und wie ihr Sehvermögen, ihre individuelle Wahrnehmung und damit ihr Malstil durch etwaige Veränderungen
des Sehapparats beeinflusst wurden.
Für einige Maler aber besteht Gewissheit, dass sie an Augenleiden litten. Ihr Symptome wurden durch Ärzte, Freunde oder von ihnen selbst dokumentiert. Auf diesen Grundlagen lässt sich der Einfluss des veränderten Sehvermögens
auf bestimmte Kunstwerke recht zuverlässig abschätzen
und analysieren. Drei Künstler stehen im Mittelpunkt
dieses Artikels, deren Augenleiden sich in ihren Werken
offenbaren: Claude Monet, der in seinen letzten Lebensjahren
starke Katarakte entwickelte, Edgar Degas, der unter einer Makuladegeneration litt, sowie Charles Meryon, der eine Farbfehlsichtigkeit hatte.

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