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Augenheilkunde 1. November 2008

Proteomics – Tränenflüssigkeitsanalyse bei Conjunctivochalasis

HINTERGRUND: Um die Pathogenese der Conjunctivochalasis zu untersuchen wurden Proteine aus der Tränenflüssigkeit mittels Shotgun-Methode analysiert und mit den Proteinen der Tränenflüssigkeit von gesunden Augen verglichen.

METHODE: Es wurde Tränenflüssigkeit von 8 normalen Kontrollpatienten und von 8 Patienten mit Conjunctivochalasis gewonnen. Mit Mikrokapillarpipetten wurden 15 Mikroliter Tränenflüssigkeit aus jedem Auge isoliert. Durch folgenden Untersuchungsschritte wurden die Proteine identifiziert: Trypsinverdauung, Separation der Peptidmischung durch Reverse-phase high-pressure liquid chromatograph (RP-HPCL), gefolgt von Elektro-Spray-Ionisations-Massenspektrometrie (ESI-MS/MS).

RESULTATE: Bei Patienten mit Conjunctivochalasis konnten 356 Proteine, bei gesunden Patienten 352, identifiziert werden, wobei 119 Proteine in beiden Gruppen ident waren. Die Proteine der Tränenflüssigkeit wurden mit GOA klassifiziert. Damit konnten in den Tränen der Patienten mit Conjunctivochalasis Proteine gefunden werden, die die Apoptose regulieren bzw. daran beteiligt sind und solche die mit einer Entzündung in Verbindung stehen. In der Kontrollgruppe konnten diese Proteine nicht isoliert werden. Bei Conjunctivochalasis wurde auch Defensin nachgewiesen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Mit der Shotgun-Methode können Proteine isoliert und analysiert werden. Sie stellt ein neues Verfahren zur Identifikation der Proteine der Tränenflüssigkeit bei Augen mit Conjunctivochalasis dar. Die Ergebnisse unseres Tests lassen vermuten, dass Ursachen dieser Erkrankung Zellapoptose und Entzündung sein könnten.

X.-r. Zhang, M.-h. Xiang, Q.-q. Wu, Q.-s. Li, Y. Xu, A.-g. Sun, Spektrum der Augenheilkunde 5/2008

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