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Augenheilkunde 1. November 2008

Hornhauttrübung nach Keratoplastik bei Keratokonus infolge Einnahme von Isotretinoin

Wir beschreiben den Krankheitsverlauf eines Patienten mit Keratokonus, der nach einer perforierenden Keratoplastik infolge der Einnahme von Isotretinoin Trübungen im Transplantat entwickelte. Isotretinoin ist ein synthetisch hergestelltes Vitamin A Derivat und wird zur Behandlung von schwerer Akne eingesetzt. Zahlreiche okuläre Nebenwirkungen wie auch Veränderungen der Hornhaut sind bekannt. Diese Trübungen wurden als reversibel und irreversibel beschrieben. Bei unserem Patienten waren sie nach Absetzen von Isotretionin bleibend, sodass eine Re-Keratoplastik notwendig wurde. Die Histologie und Ultrastruktur des getrübten Läppchens zeigten blasige Veränderungen der basalen Schichten des Epithels sowie granuläre Einlagerungen mit vakuoligen Spalten. Isotretinoin sollte bei frischem Zustand nach Keratoplastik wegen der noch der aktiven Wundheilungsvorgänge, in die auch das Vitamin A Derivat eingreift, nicht eingenommen werden.

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