zur Navigation zum Inhalt
 
Augenheilkunde 1. Februar 2010

Offene Augenverletzung bei Kindern: retrospektive Analyse der letzten zehn Jahre

PROBLEMSTELLUNG: Fast 35% der Augenverletzungen erlitten die Kinder. Es wurde festgestellt, das die häufigsten Arten der Augenverletzungen bei Kindern Augenprellungen und Fremdkörper im Auge sind. Ziel dieser retrospektiven Studie ist es, die Ursachen der offenen Augenverletzungen, Verletzungsarten und Folgen der offenen Augenverletzungen unter Kindern und das Bedürfnis nach dem Schutz der Kinder vor Augenverletzungen zu erforschen.

PATIENTEN UND METHODEN: In dieser retrospektiven Studie wurden 26 offene Augenverletzungen bei Patienten jünger als 18 Jahre im Zeitraum von 10 Jahren erfasst, die wegen offener Augenverletzungen während der Jahre 1999 bis 2008 an der Augenabteilung der Universitätsklinik Maribor behandelt wurden.

ERGEBNISSE: Die Geschlechterverteilung betrug 11,5% weibliche Patienten zu 88,5% männlichen Patienten. Das durchschnittliche Alter der Patienten betrug 9,3 Jahre (2–17 Jahre). Am meisten waren 5-jährige Knaben betroffen (5 von 26, 19,2%). Bei 24 Kindern (92,3%) kam es zu Verletzungen zu Hause. 17 Augen (65,4%) benötigten nur primäre operative Behandlung. Bei 22 Kindern (84,6%) wurde die Hornhaut einbezogen. Zum Prolaps der Regenbogenhaut kam es in 7 Fällen (26,9%), in 3 Fällen (11,5%) zum Prolaps des Glaskörpers. Der häufigste Zwischenfall war die Entstehung eines traumatischen Katarakts (in 10 Fällen, 38,5%). In 2 Fällen kam es zu einer Endophthalmitis. Es war bei keinem Auge Enukleation erforderlich. 9 Augen (34,6%) benötigten noch eine sekundäre Behandlung. In 7 Fällen (26,9%) wurde eine Katarakt-Operation durchgeführt mit IOL Implantation und in 2 Fällen eine Vitrektomie. Die häufigste Ursache der offenen Augenverletzung bei unseren Kindern war das Schlagen auf einen Metallnagel mit dem Hammer (30,8%).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Offene Augenverletzungen bei Kindern sind schwere Verletzungen, worunter meistens Vorschulkinder betroffen sind. Die Prognose war von der Natur und dem Umfang der Verletzung beeinflusst und war besser bei den Augen die nur primäre Behandlung benötigten. Die Ausbildung von Eltern und Kindern ist bedeutend für die Verhütung solcher Unfälle. Man könnte viele dieser Fälle vermeiden. Öffentliche Aufklärung, allgemeine Bewusstmachung und richtige primäre Versorgung können den Endzustand des Sehvermögens optimieren.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben