zur Navigation zum Inhalt
 
Augenheilkunde 1. Februar 2010

Intravitreales Triamcinolonacetonid und intraokularer Druck: Vergleich mit dem Partnerauge nach Applikation vehikelfreier Lösung

HINTERGRUND: Ziel dieser Studie war es, die Veränderungen des Augeninnendrucks in beiden Augen nach unilateraler, intravitrealer Injektion von kontrolliert vehikelreduziertem Triamcinolonacetonid (TA) zu beobachten.

METHODEN: In dieser retrospektiven Studie wurden 87 Patienten mit intravitrealem Triamcinolonacetonid (IVTA) behandelt. Vor der Behandlung (4 mg/0,05 ml TA) wurde die Lösung unter sterilen Bedingungen von unserer Apotheke gefiltert. Der intraokulare Druck (IOD) wurde mittels Goldmann-Applanationstonometrie zum Zeitpunkt 0, nach 1 Woche, 2 Wochen, 1, 2, 3 und 6 Monate nach der Injektion bestimmt.

RESULTATE: IOD-Messungen ≥ 21 mm Hg, ≥ 24 mm Hg und ≥ 30 mm Hg in der Studiengruppe und der Vergleichsgruppe wurden nur in 11 (12,6%) bzw. 5 (5,8%), 4 (4,6%) bzw. 2 (2,3%) und 1 (1,2%) bzw. 0 (0%) von 87 behandelten Augen bzw. Partneraugen erhoben. Die Analyse der absoluten Werte des IOD zeigte eine signifikante Differenz zwischen den 2 Gruppen zu den 6 Zeitpunkten nach dem Zeitpunkt (p = 0,0002).

SCHLUSSFOLGERUNG: Die intravitreale Applikation von kontrolliert vehikelfreier TA-Suspension könnte in der Reduktion des Auftretens von okulärer Hypertension nach erstmaliger Behandlung effektiv sein.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben