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Augenheilkunde 1. Februar 2010

Die Behandlung von großen Aderhautmelanomen durch chirurgische Exzisionsverfahren

Die funktionellen Ergebnisse der Behandlung von Aderhautmelanomen ist abhängig von deren Größe und Lage innerhalb des Auges. Große Tumoren haben eine erhöhte okuläre Morbidität wegen der zu erwartenden radiogenen Nebenwirkungen. Hinzu kommt die okuläre Belastung durch die vermehrte Anhäufung von Tumorzerfallprodukten durch den Tumorabbau und die Tumornekrose. Um diese Problematik zu adressieren sind kombinierte strahlentherapeutisch-chirurgische Verfahren entwickelt worden, die sowohl eine sehr gute Tumorkontrolle als auch eine reduzierte okuläre Morbidität zur Folge haben. In dieser Übersichtsarbeit werden 292 Patienten zusammengefasst, bei denen entweder eine transsklerale Resektion in arterielle Hypotonie mit anschließender Ruthenium-106 Brachytherapie oder eine Protonentherapie mit anschließender Endoresektion durchgeführt wurde. Die 5-Jahres Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten schwankte zwischen 21 und 28%. Die Enukleationsraten betrugen 3 und 18% und die lokale Rezidivraten 2 und 24% bei ab interno Endoresektion und ab externo Resektion entsprechend. Bei Patienten deren Tumor ab externo transskleral reseziert wurde fand sich eine Korrelation zwischen erhöhter Rezidivrate und Mortalität. Die Rezidivrate konnte mit einer präoperativen Protonenbestrahlung auf ein Minimum (2%) reduziert werden. Ein kombiniertes strahlentherapeutisch-chirurgisches Vorgehen scheint unter dem Lichte dieser Daten unabdingbar zu sein.

N. E. Bechrakis, G. Blatsios, E. Schmid, V. Petousis, G. Willerding, M. H. Foerster, Spektrum der Augenheilkunde 1/2010

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